Spammern drohen fünf Jahre Haft
Der US-Bundesstaat Virginia will ab sofort mit harten Strafen gehen die Versender unerwünschter Werbemails vorgehen.
Gouverneur Mark Warner hat dazu zwei Gesetze unterzeichnet, die für verschiedene Spam-Taktiken Haftstrafen von bis zu fünf Jahren vorsehen. Daneben dürfen die Behörden auch alle Gewinne, die Spammer aus ihrer Tätigkeit ziehen, sowie alle verwendeten Geräte beschlagnahmen.
Die Gesetze betreffen alle Spam-Nachrichten, die von Virginia aus versendet werden oder an Empfänger im Bundesstaat gerichtet sind.
Hälfte der weltweiten Spam-Mails durchläuft Virginia
"Die Hälfte aller E-Mails weltweit werden über Virginia geleitet.
So ist es nur angebracht, dass wir unseren Strafverfolgungsbehörden
die benötigten Tools in die Hand geben", erklärte Warner bei der
Unterzeichnung der Gesetzesvorlagen im Hauptquartier von AOL.
Die Gesetze: HB 2290 und SB 1139Demnach macht sich strafbar, wer bewusst die Header oder Routing-Informationen seiner E-Mail verändert und mehr als 10.000 Mails innerhalb von 24 Stunden oder 100.000 Nachrichten innerhalb eines Monats versendet.
Unter dieses Gesetz fallen auch Spammer, die mehr als 10.000 USD Gewinn aus einer Aussendung ziehen oder mehr als 50.000 USD im Monat erwirtschaften.
Die Gesetze könnten schon bald auch in anderen US-Bundesstaaten eingeführt werden.
40 Prozent der Mails sind Spam
Bereits mehr als 40 Prozent aller E-Mails sind unerwünschte
Massenaussendungen. Das Volumen an Spam-Nachrichten soll sich in den
kommenden sechs Monaten noch verdoppeln. Der Schaden für die
US-Wirtschaft wird für 2003 auf 14 Mrd. USD geschätzt.
Mailanbieter kooperieren gegen Spam
