Rekordergebnis für AT&S
Der börsennotierte österreichische Leiterplattenhersteller AT&S hat das Geschäftsjahr 2002/03 trotz allgemein schlechter Konjunktur mit guten Zahlen beendet.
Der Reingewinn wurde von 1,38 Mio. Euro im Vorjahr auf 8,77 Millionen Euro erhöht, das EBIT legte von 7,53 auf 20,25 Millionen Euro zu. Auch der Umsatz konnte von 274,6 auf 277,5 Millionen Euro erhöht werden.
"Wir haben einen großen Schritt in Richtung Global Player gemacht", meinte AT&S-Chef Willi Dörflinger.
Weitere Umsatzsteigerung erwartet
Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Steirer mit einer
weiteren Umsatzsteigerung zwischen zehn und 20 Prozent und Gewinnen
auf Niveau des Vorjahres. Die Dividende soll von 18 auf 22 Cent pro
Aktie erhöht werden.
Hoher AT&S-Gewinn erwartetWeitere Einsparungen geplant
Der Markt sei zwar nach wie vor von enormen Überkapazitäten und Preisen, die "fernab jeder betriebswirtschaftlichen Realität sind", geprägt, AT&S habe das jedoch durch "effiziente und schlagkräftige Vertriebsstrukturen"und eine massive Kostenstraffung kompensieren können, so Dörflinger.
So wurden die Kosten um rund 20 Mio. Euro gesenkt. Im laufenden Geschäftsjahr sollen erneut 30 Mio. Euro eingespart werden.
"Dabei geht es tiefer an die Substanz", ergänzte Finanzchef Harald Sommerer. So würden etwa das Controlling genau unter die Lupe genommen und gewisse Prozesse weiter standardisiert.
Guter Start für Werk in Schanghai
Das neue Werk in Schanghai, das seit September produziert, sei
gut gestartet. Der Anlaufverlust werde heuer zwar rund zehn Mio.
Euro betragen, für das kommende Geschäftsjahr 2004/05 erwartet man
aber bereits Gewinne. Derzeit sind 600 Mitarbeiter in Schanghai
beschäftigt.
AT&S Schanghai nimmt Betrieb aufKerngeschäft ist Telekom
Die Aktivitäten sind auf drei Geschäftsbereiche - Telekom, Automobilindustrie sowie Industrieelektronik bzw. Medizintechnik - konzentriert.
Der Umsatz soll in den kommenden zwei bis drei Jahren zu 50 Prozent auf Telekom und zu jeweils 25 Prozent auf die anderen Bereiche umverteilt werden.
"Telekom bleibt weiterhin unser Kerngeschäft. Bei einem Umsatzanteil unter 50 Prozent würden wir Marktanteile abgeben müssen", so der AT&S-Chef.
