Siemens trotz schwacher Zahlen zufrieden
Deutschlands größter Elektrokonzern Siemens will sich mit weiteren Einsparungen gegen Einbrüche bei Umsatz und Auftragseingängen stemmen.
Im abgelaufenen Quartal konnte Siemens den operativen Gewinn der Bereiche entgegen den Analystenerwartungen bei knapp 1,1 Mrd. Euro trotz des rückläufigen Geschäfts stabil halten.
Der Umsatz sank im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2002/03 um 14 Prozent auf 18,2 Mrd. Euro. Der Auftragseingang ging auf 19,1 Mrd. Euro zurück.
Sparkurs soll eine Mrd. Euro bringen
Da eine konjunkturelle Belebung derzeit nicht in Sicht ist, will
Siemens den Sparkurs verschärfen. Bei IT- und Reisekosten,
Weiterbildung und Ausgaben für Berater soll in den kommenden zwei
bis drei Jahren eine Mrd. Euro eingespart werden.
Restrukturierung bei Siemens österreichVerlustbringer Netzwerk-Sparte
Der Gewinn sank im Quartal von 1,3 Mrd. auf auf 568 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr ging der Überschuss von 1,8 auf knapp 1,1 Mrd. Euro zurück.
"Ich meine, angesichts der schwierigen konjunkturellen Situation können wir trotz des Volumenrückgangs mit den ersten beiden Quartalen insgesamt zufrieden sein", sagte Siemens-Chef Heinrich von Pierer.
Tief in den roten Zahlen steckte im zweiten Quartal als einziger Verlustbringer weiterhin die Netzwerksparte ICN. Der Vorsteuerverlust sank nur leicht von 158 auf 147 Mio. Euro.
Steigerung bei Mobilfunk
Die Mobilfunksparte ICM konnte das Ergebnis dagegen von 44 auf 55
Mio. Euro steigern. Allerdings sank der Handyabsatz verglichen mit
dem Vorjahreszeitraum von 8,3 auf 8,0 Mio. Euro. Der Auftragseingang
bei ICM brach von 3,3 auf 2,3 Mrd. Euro ein. Siemens war zuletzt mit
einem Marktanteil von gut acht Prozent der viertgrößte Handyanbieter
der Welt nach Marktführer Nokia, Motorola und Samsung.
Siemens versteckt die Handytastatur
