Handyverbot in New York in Kraft
Seit Sonntag ist das umstrittene New Yorker Gesetz in Kraft, welches das Telefonieren bei öffentlichen Veranstaltungen weitgehend verbietet.
Für Handygespräche am falschen Ort drohen dem allzu redseligen Mobiltelefon-Besitzer nun Geldstrafen von umgerechnet 50 Euro.
Das Verbot gilt in Konzerten, Kinos, Theatern, Vorlesungen, Tanzvorführungen, Museen, Bibliotheken und Galerien.
Lediglich bei Sportveranstaltungen ist es noch erlaubt, sein Handy zu nutzen. Eine Ausnahme gilt auch für Notfälle.
Lebensqualität steigern
Der Stadtrat will mit dem Vorgehen gegen das rücksichtslose
Telefonieren vor allem die Lebensqualität in New York steigern.
Bloomberg gegen radikales HandyverbotBloombergs Veto machtlos
Bürgermeister Michael Bloomberg war und ist gegen das Gesetz.
Wer sich durch das Klingeln gestört fühlt, solle doch lieber erst "psst!" zischen, anstatt geich nach der Polizei zu rufen, kritisierte Bloomberg.
Verhindern konnte Bloomberg das Gesetz jedoch nicht, da er mit einer deutlichen Mehrheit des Stadtrates überstimmt wurde.
Designstudie: Elektroschocks bei lautem Telefonieren
Einen anderen Weg geht die britische Design-Firma Ideo. Sie will
allzu redselige Handybenutzer mit speziell entworfenen
Mobiltelefonen - "social mobiles" - zum Schweigen bringen. So
erzieht ein Modell seine Nutzer durch leichte Elektroschocks, die
bei zu lautem Telefonieren automatisch abgegeben werden.
Handys sollen Nutzern Manieren beibringen
