Werbung nimmt mobile Geräte ins Visier
Auf der Suche nach immer effektiveren Werbeflächen- und Möglichkeiten bedienen sich immer mehr Firmen der modernen Kommunikation durch das Versenden von mobile Werbebotschaften an Handys, PDAs und andere drahtlose Geräte.
Die Attraktivität des Mediums liegt in den, im Gegensatz zum herkömmlichen Direktmarketing, geringen Kosten und in der einfacheren Überprüfung wer und wie auf die Werbebotschaften reagiert.
Der US-Sender Comedy Central hat eine seiner Serien via SMS-Versand an sein Zielgruppenpublikum beworben. Laut Richard Loomis, Vizepräsident für Werbung und Marketing, waren die Ergebnisse sehr zufriedenstellend.
Bis 2006 rechnet die britische Marktforschungsfirma Ovum mit einem Umsatz von 16 Milliarden USD für mobiles Marketing.
SMS-Werber erfreut über WirksamkeitStärkerer Zuspruch
Firmen wie Sybase und Avantgo geben an, dass die Antwortquote fünf bis zehnmal höher ist als bei direktem Marketing. Avantgo bietet seinen Kunden ein Service an, bei dem der User Nachrichten und Informationen, sowie Werbung, auf ihre PDAs herunterladen können.
Für die Werber liegt der Reiz des mobilen Marketing darin, die Zielgruppe mittels GPS am richtigen Platz zur richtigen Zeit zu erwischen. Ziel soll es sein, dem Kunden, wenn er an einer Burgerfiliale vorbeigeht, einen Gutschein für ein Gratisgetränk oder Pommes frites direkt über sein Gerät zu offerieren.
Doch der Schuss könnte nach hinten losgehen. Täglich werden die Konsumenten ohnedies bereits mit Dutzenden Werbematerialen in allen möglichen Formen bombardiert und derart personalisierte Werbemitteilungen könnten noch viel lästiger erscheinen.
Spam-SMS als Kostenfalle
Ende letzten Jahres hat in Österreich ein SMS die Runde gemacht,
dass mit einer Liebesbotschaft lockte. Die Rückrufnummer entpuppte
sich als kostenpflichtige Mehrwertnummer zum Preis von 3,63 Euro pro
Minute.
Spam per SMSAngebote für die Kunden
Doch die Zukunft der Werbung hat in großen Teilen bereits Einzug gehalten. Immer mehr Firmen versenden ihre Werbebotschaften via SMS an ihre Kunden. In den USA haben bereits Firmen wie Coca-Cola, Adidas aber auch Autohersteller wie DaimlerChrysler und Ford ihre Marken per Kurzmitteilung beworben.
In Japan warb ein Zuckerlhersteller mit einer Telefonnummer im Einwickelpapier, an die der Käufer eine SMS schicken konnte um einen kostenlosen Handyton zu erhalten.
Derzeit glauben viele Analysten und Firmenchefs, dass mobiles Marketing vor allem dafür genutzt werden soll, um bereits bestehenden Kunden weiteren Komfort, wie Kontoabfragen, bieten zu können. Außerdem meinen sie, dass mobiles Marketing nur dann funktioniert, wenn der Kunde sich bewußt dafür entscheiden kann.
Zudem könnte die anfängliche Begeisterung bei Überhandnahme der Werbenachrichten bald den gegenteiligen Effekt als von der Werbung erwünscht haben.
