SMS-Werber erfreut über Wirksamkeit
Das britische Unternehmen Enpocket versucht mit einer neuen Studie die Wirksamkeit der Werbeform SMS zu belegen.
Mit 94 Prozent ist der Anteil der tatsächlich gelesenen Werbe-Kurzmitteilungen demnach enorm hoch, 23 Prozent werden sogar noch an Freunde weitergeleitet.
Acht Prozent der Empfänger sollen weiters auf die Nachricht antworten, sechs Prozent die entsprechende Website aufrufen und vier Prozent das beworbene Produkt sogar kaufen.
5.200 Konsumenten befragt
Enpocket ist Spezialist für SMS- und MMS-Werbung. Für die Studie
wurden über 5.200 Konsumenten befragt, die im Zeitraum 2001 bis
Jänner 2003 Empfänger von über 200 verschiedenen SMS-Werbekampagnen
geworden waren.
EnpocketAbhilfe gegen lästige Werbung
Doch für viele User sind Werbe-SMS längst zur Plage geworden. Beschwerden über unerwünschte SMS-Werbung häufen sich. Meist wird von den Spammern versucht, die Empfänger zu teuren Anrufen bei Mehrwertnummern zu bewegen.
Paul Srna vom Verein für Konsumenteninformation [VKI] rät geplagten Konsumenten dringend davon ab, diese SMS zu beantworten oder gar weiterzuleiten.
Konkrete Abhilfe gegen unerwünschte Werbe-SMS sei schwer, so der Experte, da die SMS sehr oft nicht aus dem Inland kämen. "Laut Gesetz sind Werbe-SMS ohne vorherige Zustimmung verboten. Konkrete Maßnahmen sind aber schwierig, da sich die Telekom Austria hinter dem Datenschutz versteckt und die eigentlichen Anbieter hinter der Mehrwertnummer nicht bekannt gibt."
Theoretisch könne man eine Anzeige beim Fernmeldebüro machen, was mit den Anzeigen jedoch tatsächlich gemacht wird, "versuchen wir gerade herauszufinden", so der Konsumentenschützer.
Anzeige beim Fernmeldebüro
Die E-Mail-Adresse des Fernmeldebüros Wien lautet
fb.wien@bmvit.gv.at, unter der Telefonnummer 01 - 33 43 008 läuft
ein Tonband, das die bei einer Anzeige erforderlichen Angaben nennt.
Fernmeldebüro für Wien, NÖ und Bgld.
