12.02.2003

SPAM

Bildquelle: fuZo

SMS-Werber erfreut über Wirksamkeit

Das britische Unternehmen Enpocket versucht mit einer neuen Studie die Wirksamkeit der Werbeform SMS zu belegen.

Mit 94 Prozent ist der Anteil der tatsächlich gelesenen Werbe-Kurzmitteilungen demnach enorm hoch, 23 Prozent werden sogar noch an Freunde weitergeleitet.

Acht Prozent der Empfänger sollen weiters auf die Nachricht antworten, sechs Prozent die entsprechende Website aufrufen und vier Prozent das beworbene Produkt sogar kaufen.

Abhilfe gegen lästige Werbung

Doch für viele User sind Werbe-SMS längst zur Plage geworden. Beschwerden über unerwünschte SMS-Werbung häufen sich. Meist wird von den Spammern versucht, die Empfänger zu teuren Anrufen bei Mehrwertnummern zu bewegen.

Paul Srna vom Verein für Konsumenteninformation [VKI] rät geplagten Konsumenten dringend davon ab, diese SMS zu beantworten oder gar weiterzuleiten.

Konkrete Abhilfe gegen unerwünschte Werbe-SMS sei schwer, so der Experte, da die SMS sehr oft nicht aus dem Inland kämen. "Laut Gesetz sind Werbe-SMS ohne vorherige Zustimmung verboten. Konkrete Maßnahmen sind aber schwierig, da sich die Telekom Austria hinter dem Datenschutz versteckt und die eigentlichen Anbieter hinter der Mehrwertnummer nicht bekannt gibt."

Theoretisch könne man eine Anzeige beim Fernmeldebüro machen, was mit den Anzeigen jedoch tatsächlich gemacht wird, "versuchen wir gerade herauszufinden", so der Konsumentenschützer.