Hynix droht auch europäischer Strafzoll
Europas Speicherchip-Hersteller drängen die Brüsseler EU-Kommission zu Strafzöllen gegen den koreanischen Wettbewerber Hynix.
Die US-Wettbewerbsbehörde hat vergangene Woche wegen Dumpings einen Strafzoll von 57,37 Prozent auf Hynix-Produkte verhängt.
Den Koreanern wird vorgeworfen, mit Staatshilfe die Preise für Chips bis unter die Selbstkostengrenze zu treiben.
Hynix weist Vorwürfe zurück
Die südkoreanische Regierung sowie Hynix haben die
Anschuldigungen von sich gewiesen und den Schritt als
ungerechtfertigt und bedauerlich bezeichnet. Der Markt in den USA
macht rund ein Viertel des Gesamtumsatzes von Hynix aus.
Hynix drohen 57 Prozent US-StrafzollEuropas Strafzölle über 30 Prozent
In der EU fürchtet man, dass Hynix nun auf Europa ausweichen könnte. Europa sei jetzt, so ließ die Chip-Industrie die Brüsseler Kommission wissen, für die Dumping-Produkte aus Korea "offen wie ein Scheunentor".
Ende des Monats will die Kommission dem Anti-Dumping-Ausschuss des EU-Rates ihre Strafzollempfehlung vorlegen. Insider rechneten damit, dass die europäischen Strafzölle über 30 Prozent lägen.
Für den 24. April wird eine Vorentscheidung der EU über die von Infineon gegen Hynix und Samsung eingereichten Klage, ebenfalls wegen subventionierter Speicherpreise, erwartet.
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