Milliarden-Subventionen für DRAM-Hersteller
Die Europäische Union erwägt laut einem Bericht des "Wall Street Journal" Ermittlungen gegen die südkoreanischen Chiphersteller Samsung und Hynix.
Infineon hatte bei der EU-Kommission eine Klage eingereicht und Hynix und Samsung dabei vorgeworfen, sie bekämen staatliche Zuwendungen in Milliardenhöhe und könnten so die Preise für Speicherchips drücken.
Infineon hat ebenfalls staatliche Zuwendungen in Höhe von 219 Millionen Euro erhalten, um ein Werk in Dresden aufzubauen. Für den Hersteller ist das aber nichts im Vergleich zu den sieben Milliarden USD, die Hynix von Südkorea erhalten haben soll. Es wird erwartet, dass die EU in den nächsten Tagen entscheidet, ob Ermittlungen aufgenommen werden.
219 Millionen Steuergelder für InfineonDumping-Vorwurf
Der Verfall der Speicherpreise hat dazu geführt, dass einige Chipproduzenten ihre Ware unter den Herstellungskosten verkaufen mussten, um im Geschäft zu bleiben.
Mit optimierter Produktion und höherer Ausbeute muss der Preisverfall nicht immer erklärbar sein, meint jetzt Infineon. Samsung und Hynix, so glaubt der deutsche Produzent beweisen zu können, erhalten von staatlicher Seite immense Zuwendungen, um der Konkurrenz mit Dumpingpreisen das Wasser abzugraben.
Im Detail sollen die Zuwendungen in Form von steuerlichen Erleichterungen, günstigen staatlichen Krediten und Schuldenerlass fast 40 Prozent des Exportvolumens ausmachen. I
Infineon hat deshalb laut WSJ Klage bei der EU-Kommission eingereicht. Unterstützung findet Infineon beim US-Konkurrenten Micron. Der hat in den USA eine vergleichbare Klage bei der Regierung eingereicht. Diese sei aber auf Eis gelegt worden, nachdem Micron an einer Übernahme von Hynix interessiert war, berichtet das WSJ.
