Vivendi Universal steigert Umsatz
Der hoch verschuldete französische Medienkonzern Vivendi Universal hat 2002 seinen Konzernumsatz unter Berücksichtigung verkaufter Unternehmensbereiche um sechs Prozent auf knapp 61 Mrd. Euro gesteigert.
Ohne die im vergangenen Jahr verkauften Konzernteile kommt das Unternehmen auf einen Jahresumsatz von 28,1 Mrd. Euro, was einem Wachstum von elf Prozent entspricht. Wie Vivendi heute mitteilte, sind die Umsatzsteigerungen vor allem auf das gute Geschäft der Telekom- sowie der Medienbranche zurückzuführen.
Im vierten Quartal 2002 erreichte der Umsatz 16,4 Mrd. Euro, ein Plus von einem Prozent. Ohne die verkauften Geschäftsbereiche wuchs der Quartalsumsatz um fünf Prozent auf 8,07 Mrd. Euro.
Das Geschäft lief vor allem bei der Telekoms-Sparte Cegetel gut. Im vierten Quartal 2002 erhöhte Cegetel den Umsatz um sieben Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Im Gesamtjahr steigerte das Telekom-Unternehmen den Umsatz um elf Prozent auf 7,1 Mrd. Euro. Seit Jänner 2003 hält Vivendi Universal 70 Prozent an Cegetel.
Vivendi gewinnt Kampf gegen VodafoneAn der Cegetel-Tochter SFR hält Vivendi seit Jänner 2003 56 Prozent. SFR steigerte den Umsatz im Gesamtjahr um zehn Prozent. Der zweitgrößte Mobilfunkanbieter Frankreichs hat 13,5 Mio. Kunden und einen Marktanteil von 35,1 Prozent.
Die Musiksparte beendete das vergangene Jahr mit einem Umsatz von 6,3 Mrd. Euro, ein Minus von vier Prozent. Vivendi Universal Entertainment steigerte den Umsatz um 27 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro, was hauptsächlich auf die Akquisition von USA Networks zurückzuführen ist.
Die Canal-Plus-Gruppe erhöhte den Jahresumsatz um sechs Prozent auf 4,8 Mrd. Euro. Die Game-Sparte Vivendi Universal Games spielte um 21 Prozent mehr ein als im Jahr davor, nämlich 794 Mio. Euro.
Verkauf senkt Schulden
Von den verkauften Konzernteilen machte vor allem Vivendi
Environment den Löwenanteil der Umsätze. Die Wassersparte kam auf
einen Jahresumsatz von 30,04 Mrd. Euro. Weitere im vergangenen Jahr
verkaufte Assets brachten Umsätze in der Höhe von insgesamt 2,84
Mrd. Euro.
Vivendi Universals verwirrende GeschäfteWeitere Verkäufe nötig
Ohne weiteren Schuldenabbau droht dem Medienkonzern eine
nochmalige Senkung des Ratings. Dadurch würde es für den Konzern
noch teurer werden, an frisches Kapital zu gelangen, weil höhere
Zinsen gezahlt werden müssten. Daher müssen auch 2003 noch weitere
Assets verkauft werden.
Vivendi weiter in Turbulenzen
