22.07.2002

GESCHICHTE

Bildquelle: wc

Die Chronik der WorldCom-Pleite

Der US-Telekomkonzern WorldCom hat am Sonntag [Ortszeit] Gläubigerschutz beantragt.

Vorausgegangen war das Eingeständnis der Firma, Kosten in Höhe von rund 3,8 Mrd. USD [3,78 Mrd. Euro] nicht korrekt verbucht zu haben. Weltweit hatte dies die Finanzmärkte in Aufruhr versetzt.

Im Folgenden die Chronik der jüngsten Ereignisse, die zur größten US-Pleite geführt haben.

11. März 2002

Die US-Börsenaufsicht SEC richtet eine Anfrage an WorldCom, Bilanzpraktiken und Kredite an leitende Angestellte betreffend.

22. April

Die Ratingagentur Standard & Poor's stuft die Bewertung der kurz- und langfristigen Kredite des Konzerns herab. Andere Rating-Agenturen folgen am Tag darauf.

21. Mai

WorldCom kündigt die Streichung von Dividendenzahlungen an.

25. Juni

Die Firma entlässt ihren Finanzchef Scott Sullivan und räumt ein, in fünf Quartalen seit 2001 seien Kosten von rund 3,8 Mrd. Dollar falsch verbucht worden. WorldCom kündigt den Abbau von 17.000 Stellen an, ein Fünftel der Arbeitsplätze.

16. Juli

Drei kalifornische Pensionsfonds verklagen WorldCom. Sie werfen der Firma vor, sie im Jahr 2001 bei der Auflage einer Anleihe über die finanzielle Gesundheit des Unternehmens getäuscht zu haben.