16.02.2002

MACHTKAMPF

Bildquelle: FuZo

Liberty Media verweigert Zugeständnisse

Die Chancen für eine Einigung zwischen dem US-Konzern Liberty Media und dem Bundeskartellamt über den Kauf von sechs regionalen TV-Kabelnetzen der Telekom sind nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" auf null gesunken.

Nach Darstellung des Blattes brachte auch ein letztes Gespräch aller Beteiligten vor Ablauf der vom Kartellamt gesetzten Erklärungsfrist keine Annäherung zwischen den Standpunkten des Investors und der Wettbewerbsbehörde.

"Unser Modell schafft Wettbewerb"

"Wir sind überzeugt, dass unser vorgeschlagener Kauf und unser Geschäftsmodell zusätzlichen Wettbewerb auf den Märkten schaffen würden", erklärte Liberty.

Konkret verwies das Unternehmen dazu auf Hochgeschwindigkeits-Zugänge zum Internet, Sprachtelefonie und Video in dem bislang ausschließlich für Fernsehen und Radio genutzten Kabelnetz.

Einen klaren Abschied von seinen deutschen Kabel-Plänen verkündete der Konzern von Medienmogul John Malone zunächst nicht.