Liberty Media verweigert Zugeständnisse
Die Chancen für eine Einigung zwischen dem US-Konzern Liberty Media und dem Bundeskartellamt über den Kauf von sechs regionalen TV-Kabelnetzen der Telekom sind nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" auf null gesunken.
Nach Darstellung des Blattes brachte auch ein letztes Gespräch aller Beteiligten vor Ablauf der vom Kartellamt gesetzten Erklärungsfrist keine Annäherung zwischen den Standpunkten des Investors und der Wettbewerbsbehörde.
Liberty: "Keine Konzessionen"
In Branchenkreisen wird nun fest damit gerechnet, dass Liberty
bei einer am Montag anberaumten Pressekonferenz den Verzicht auf den
Kauf der Netze bekannt geben und begründen wird. Das Unternehmen
kündigte am Freitag im kalifornischen Englewood hingegen an, es
mache gegenüber den Bonner Wettbewerbshütern keine Konzessionen.
Liberty Media greift nach Kirch"Unser Modell schafft Wettbewerb"
"Wir sind überzeugt, dass unser vorgeschlagener Kauf und unser Geschäftsmodell zusätzlichen Wettbewerb auf den Märkten schaffen würden", erklärte Liberty.
Konkret verwies das Unternehmen dazu auf Hochgeschwindigkeits-Zugänge zum Internet, Sprachtelefonie und Video in dem bislang ausschließlich für Fernsehen und Radio genutzten Kabelnetz.
Einen klaren Abschied von seinen deutschen Kabel-Plänen verkündete der Konzern von Medienmogul John Malone zunächst nicht.
Alle gegen Liberty
Wie das Kartellamt hatten sich auch die deutschen TV-Sender gegen
den Kauf der restlichen Telekom-Netze für 5,5 Milliarden Euro
ausgesprochen. Liberty hatte bis Freitag Zeit, um die Bedenken der
Wettbewerbshüter nach einer ersten Abmahnung zu zerstreuen; die
Prüffrist läuft bis Monatsende.
Liberty lenkt im Kabelpoker ein
