Liberty lenkt im Kabelpoker ein
Der Erwerber der Kabelnetze der Deutschen Telekom, das US-Unternehmen Liberty Media, hat sich für den Ausbau des TV-Angebots, eines schnellen Internet-Zugangs und der schrittweisen Einführung von Telefonservices bereit erklärt.
In der umfangreichen Stellungnahme des Unternehmens an das Bundeskartellamt in Bonn wird darüber hinaus auch die Bereitschaft zur Verwendung eines offenen Standards bekundet.
Grundlage des Liberty-Geschäftsmodells ist demnach das dreifache Angebot von TV, Internet und Telefonie. Erträge im Breitbandgeschäft seien nur zu erwirtschaften, wenn dem Verbraucher alle drei Bereiche aus einer Hand angeboten werden. "In dem Angebot des Dreiklangs von Fernsehen, Telefonservices und schnellem Internet-Zugang liegt daher der Schlüssel für eine den Erwartungen von Liberty entsprechende Investitionsrendite." Diese Einschätzungen stützten sich auf die Erfahrungen von Liberty in Großbritannien und Japan.
UPC-Mutter kennt eigene Produkte nichtAufrüstung
Mit der flächendeckenden Aufrüstung des TV-Kabels auf 510 MHz will Liberty digitales TV mit mindestes 40 zusätzlichen TV-Kanälen, einem Rückkanal und einem schnellen Internet-Zugang anbieten.
Liberty will der einzig starke Anbieter sein, der mit einer eigenen Netz-Infrastruktur der Deutschen Telekom in den Bereichen schneller Internet-Zugang und Telefondienste gegenübertritt.
Am Ende heißt es in der Stellungnahme, das Unternehmen unterstütze ausdrücklich offene Standards. Das sei aber nicht auf die Verwendung des MHP-Standards beschränkt. Es stehe Liberty frei, "einen anderen offenen Standard auszuwählen, solange das Ziel offener Standards erreicht wird".
