10.12.2001

BREITBAND

Bildquelle: ORF ON

Österreich fällt international zurück

"Zu teuer, unattraktiv in den Konditionen, reine Augenauswischerei", das fällt Alexandra Reich, Geschäftsführerin von T-Online Österreich, zum Thema ADSL-Paket der Telekom für andere Provider ein.

Warum tritt T-Online dann als Reseller von ADSL-Leitungen der Telekom Austria auf, wenn der Umsatz von rund 25 Euro pro Kunde in der Branche als Nullsummenspiel gilt?

Zusätzlichen Umsatz wolle T-Online mit einer Portal-Strategie generieren, sagt Reich, wie sie auch T-Online in Deutschland fahre. Damit sind nichts anderes als Umsatzhoffnungen auf kostenpflichtige Inhalte gemeint.

2,5 GB Fair Use, und das "sehr, sehr fair"

Zur Umsetzung der konzernweiten Strategie hebt T-Online.at wenigstens für vier Monate das Download-Limit bei ADSL-Leitungen weitgehend auf.

Auch in puncto Fair-Use-Prinzip, der Beschränkung auf 2,5 Gigabyte, wolle man "sehr, sehr fair" zu den neu gewonnen Usern sein, sagt Reich. Der Großteil aller Privatkunden käme mit den 2,5 GB ohnehin locker aus.

Sorgen macht sich die Österreicherin allerdings um den Fortschritt der IT-Branche in Österreich.

Österreich rutscht zurück

Das sei, so Reich, nicht zuletzt auf die Bedingungen der Telekom Austria für Wiederverkäufer von ADSL zurückzuführen.

Tatsächlich hat Österreich seinen vor allem durch den raschen Ausbau des Telekabelnetzes erreichten fünften Platz unter den am meisten entwickelten Nationen 2001 an die Niederlande verloren.

Kaum Kabelmodems in Deutschland

In Deutschland spielt Internet-Zugang über Kabelmodem bis jetzt kaum eine Rolle, die hohen Wachstumsraten werden fast ausschließlich durch das billige und schnelle DSL-Angebot der Deutschen Telekom erreicht.

Die Wartefristen in Deutschland sollen regional sehr unterschiedlich, aber zum Teil enorm lang sein.