Breitband-Technologie für die Massen
Mehr als die Hälfte aller EU-Internet-Anschlüsse in Privathaushalten und mittelständischen Unternehmen könnte bis zum Jahr 2005 auf leistungsfähige Breitband-Technologie ausgelegt sein.
Diese Zahl geht aus einer am Dienstag in Brüssel vorgestellten Studie im Auftrag der Europäischen Kommission hervor.
Breitband-Technik mit sechs Prozent Marktanteil
Der schnelle Netzzugang - per Telefon mit ADSL-Technologie oder
über das Fernsehkabel mit Spezialmodem - ist mit einem Marktanteil
von derzeit sechs Prozent zwar erst langsam auf dem Vormarsch.
EU-Bericht zur Lage der IT-IndustrieVier von fünf mit Analogtechnik
Die Kommission ist aber zuversichtlich: Mehr Wettbewerb durch die Liberalisierung des Telekom-Markts sorge bereits für niedrigere Preise des Breitbandzugangs.
Wo beide Plattformen zur Wahl stünden, der Zugang ins Netz über Telefon- oder TV-Kabel also konkurriere, seien die Preise noch attraktiver.
Noch wählen sich laut Studie vier von fünf Usern mit Analogtechnik über ihre Telefonleitung ein, bevor sie das weltweite Web nutzen können.
ISDN-Technik hat Spitzenwert erreicht
Selbst die schnellere ISDN-Technik dürfte mit einem Marktanteil
von 14 Prozent schon fast ihren Spitzenwert erreicht haben.
Schneller Surfen mit ISDN-KompressionGlasfaser zukunftssicher
Insbesondere für die Nachfrage nach Multimedia-Inhalten werde ISDN vielen Kunden nicht lange ausreichen.
Als zukunftssicher schätzt die Kommission deswegen erst die Glasfaser mit ihrer beinahe unbegrenzten Bandbreite ein.
Ihr Marktanteil beim Internet-Zugang wird laut Studie 2005 zwar erst bei drei Prozent liegen, könnte fünf Jahre später aber schon 16 Prozent ausmachen. Die Kommission hält dann sogar 30 Prozent aller Anschlüsse über die Glasfaser zumindest technisch für möglich. Wegen der hohen Kosten sei ein entsprechender Ausbau dieser Netze jedoch unsicher.
