MS Office dauerhaft für Mac und Linux
Neun US-Staaten legen heute Rechtsmittel im Kartellrechtsprozess gegen Microsoft ein.
Die betreffenden Staaten hatten die im Vormonat zwischen Microsoft und dem US-Justizministerium erzielte Einigung nicht akzeptiert. Sie verlangen, dass die Geschäftspraktiken von Microsoft starken Einschränkungen unterworfen werden.
Das Verfahren wird nun ohne Beteiligung der Bundesregierung in Washington fortgesetzt. Die zuständige Richterin Colleen Kollar-Kotelly hat neue Anhörungen für den März angesetzt.
Kartellverfahren wird fortgesetztOffice für Mac und Linux
Unter anderem fordern die Staaten, dass Microsoft dazu verpflichtet wird, seine Office-Software weiterhin für den Macintosh-Computer sowie das Betriebssystem Linux anzubieten. Microsoft war bisher nicht zu einer Stellungnahme bereit.
Nach Angaben von Apple hängt der Macintosh-Absatz von der Verfügbarkeit der Office-Software ab, ein auf fünf Jahre geschlossener Vertrag mit Microsoft läuft im August aus.Dennoch will Apple keine staatliche Sonderbehandlung, sagte eine Sprecherin. Apple arbeite eng mit Microsoft zusammen.
Für Linux wäre eine Office-Version unterdessen eine Neuerung mit einer Reihe interessanter Aspekte, unter anderem würde das freie Betriebssystem für viele Anwender deutlich attraktiver.
Ein Microsoft-Produkt namens "Mac"Zivilklagen
Die geplante Milliardenspende von Microsoft für amerikanische Schulen zur Beilegung von mehr als 100 zivilen Sammelklagen sorgt unterdessen ebenfalls weiter für Debatten.
Apple hat dem zuständigen Gericht vorgeschlagen, dass Microsoft die Spende nur in Form von Geld und nicht teilweise mit Hard- und Software leisten soll.
Laut Microsoft könnte eigene Software im Wert von 500 Millionen USD Teil der Spende werden.
Bereits vor zwei Wochen hatten Konkurrenten kritisiert, dass eine Lösung, die das Verschenken von Microsoft-Programmen beinhalte, die Vormachtstellung des Softwaregiganten nur auf Kosten der Wettbewerber ausweite.
Milliardenstrafe als Wettbewerbsvorteil
