06.12.2001

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Bildquelle: liberty

Vivendi überlegt Bündnis mit UPC-Mutter

Der Chef des französisch-kanadischen Mischkonzerns Vivendi Universal, Jean-Marie Messier, hält ein mögliches Bündnis seines TV-Senders Canal Plus mit Teilen des Kabelnetzbetreibers Liberty Media für sinnvoll.

In einer solchen Allianz sehe er einen strategischen Nutzen, sagte Messier am Mittwoch mit Blick auf den deutschen und britischen Markt.

Der US-Konzern Liberty Media, der die Übernahme des TV-Kabelnetzes von der Deutschen Telekom anstrebt, ist zugleich Muttergesellschaft des größten europäischen Kabelnetz-Betreibers UPC.

Satelliten und Kabel

"Ich glaube, zurzeit würden wir das beste strategische Ergebnis in Europa erzielen, wenn wir eine geschäftliche Allianz zwischen Canal Plus und [Liberty-Chef] John Malone finden. Diese beiden Gruppen ergänzen einander in ihren Portfolios", antwortete Messier bei einer Tagung der Investmentbank UBS Warburg auf die Frage, wie Vivendi seine Lücken auf dem britischen und deutschen Markt schließen wolle.

Der französische Sender Canal Plus und die in Holland firmierende UPC haben bereits in Polen ihre Aktivitäten beim Satelliten-TV zusammengelegt. Die Vivendi-Tochter Canal Plus ist einer der größten europäischen Satelliten-TV-Anbieter.