27.11.2001

KONKURRENZ

Bildquelle: ms fdr

Milliardenstrafe als Wettbewerbsvorteil

Die geplante Milliardenspende von Microsoft für amerikanische Schulen zur Beilegung von mehr als 100 Sammelklagen ist von der Konkurrenz scharf kritisiert worden.

Die Spende könnte die Produkte anderer Unternehmen aus den Schulen drängen, beklagten heute verschiedene Software-Hersteller sowie die Lobbygruppe "Computer and Communications Industry Association".

Strafe als Wettbewerbsvorteil

Eine Lösung, die das Verschenken von Microsoft-Programmen beinhalte, weite die Vormachtstellung des Softwaregiganten nur auf Kosten der Wettbewerber aus, sagte Bruce Hammond, Chef von Gobe.com.

Gobe.com produziert Schulsoftware, darunter auch eine speziell für Kinder angepasste Textverarbeitung, die nun durch Microsoft Word verdrängt werden könnte.

Lobbyarbeit

Ed Black, Präsident der von Microsoft-Konkurrenten unterstützten Vereinigung "Communications Industry Association" wandte sich in einem Brief an Richter J. Frederick Motz ebenfalls gegen den Vergleich.

Apple als Verlierer

Nach Ansicht von Marktbeobachtern könnte einer der Verlierer des ins Auge gefassten Microsoft-Vergleichs Apple Computer sein. Der kalifornische PC-Hersteller ist neben dem texanischen Hersteller Dell der führende Ausstatter für Schulcomputer.

Ein massive Microsoft-Spende werde den Anteil der Windows-Rechner an den US-Schulen in die Höhe treiben und andere Plattformen möglicherweise verdrängen.