Zivilklagen durch Milliardenspende beilegen
Microsoft bestätigte am Dienstag einen Bericht des "Wall Street Journal", dass in den kommenden fünf Jahren mehr als 14.000 der ärmsten Schulen in den USA mit Computern und Software ausgestattet würden, falls das Gericht die Einigung akzeptiert.
Durch diese Aktion könnten mehr als 100 Kartellrechtsklagen von Privatleuten beigelegt werden
Der Konzern wolle in den kommenden fünf Jahren mehr als 14.000 der ärmsten Schulen in den USA mit Computern und Software ausstatten, berichtete das "Wall Street Journal".
Die Übereinkunft wird Microsoft nach Schätzungen rund 1,1 Milliarden USD [1,25 Mrd. Euro] kosten.
Zwei Gerichte hatten Microsoft bereits schuldig gesprochen, das Monopol auf dem Markt für Betriebssysteme illegal ausgenutzt zu haben, um Konkurrenten vom Markt zu drängen. Die ursprünglich verfügte Zerschlagung des Konzerns wurde von einem Berufungsgericht im Juni dieses Jahres aber aufgehoben. Zurzeit verhandeln Microsoft, das US-Justizministerium und mehrere US-Bundesstaaten über eine endgültige Beilegung des Kartellstreits.
Welle von Zivilklagen gegen Microsoft beginntZu kompliziert
Die privaten Kläger werfen dem Konzern vor, seine Marktmacht missbraucht und Produkte zu überhöhten Preisen verkauft zu haben.
Der Kompromissvorschlag kam von einem Anwalt der Klägerseite. Der zuständige Richter im Bezirk Baltimore muss der Vereinbarung noch zustimmen.
Microsoft könnte der Vorschlag durchaus gefallen: Zuletzt hatte der Konzern beantragt, dass eine Reihe von Zivilverfahren eingestellt werden sollen, weil die genauen Schadenersatzforderungen von Tausenden Windows-Käufern schlicht zu kompliziert zu ermitteln seien.
Schadenersatz zu kompliziert zu ermitteln
