07.11.2001

E-KOMMERZ

Bildquelle: FuZo

Amazon.at profitiert von Lion.cc-Debakel

Der weltweit größte Internet-Einzelhändler Amazon will im deutschsprachigen Raum ab dem kommenden Jahr Gewinne schreiben.

Was in den USA bereits seit längerem der Fall sei, soll im laufenden vierten Quartal im Raum Deutschland, Schweiz und Österreich erreicht und auch im Gesamtjahr 2002 gehalten werden, erklärte Stefan Roppel, verantwortlich für den Buchbereich bei Amazon.de.

Von Lion.cc-Debakel profitiert

Der Umsatz bei Amazon Österreich solle heuer gegenüber dem Vorjahr kräftig ansteigen.

Damit liege Österreich vor Deutschland, wo der Umsatz "nur" um 50 bis 60 Prozent wachsen solle, und noch deutlich besser als Amazon International, das im dritten Quartal mit stagnierenden Umsätzen kämpfte und für das letzte Jahresviertel 2001 ein Umsatzplus von zehn Prozent anstrebt, betonte Roppel.

Wie sehr das Unternehmen in Österreich von den wirtschaftlichen Turbulenzen beim größten Konkurrenten, der ehemaligen Libro-Internet-Tochter Lion.cc, profitiert hat, konnte die für Österreich und die Schweiz zuständige Amazon-Managerin Renate Röbl nicht beantworten.

199 Mio. Euro im österreichischen E-Kommerz

Laut Studie des Marktforschungsinstitutes ACNielsen benützen mittlerweile 2,3 Millionen Österreich regelmäßig das Internet.

730.000 davon nützen demnach das Netz auch zum Einkaufen. Der Marktforscher Jupiter schätzt die Umsätze im heurigen Jahr im österreichischen E-Commerce bereits auf 2,73 Milliarden ATS [199 Mio. Euro]. Im kommenden Jahr sollen es bereits 4,36 Milliarden ATS sein.

Ein ebenso großes Wachstum prognostiziert Jupiter auch für den elektronischen Buchhandel.