24.10.2001

AUS JAPAN

Bildquelle: docomo

UMTS-Konkurrent startet in Europa

Der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo könnte mit seinem mobilen Internet-Dienst i-mode schon bald auch in Europa durchstarten.

Angesichts des baldigen Einführung der dritten Mobilfunkgeneration UMTS [Universal Mobile Telecommunication System] rechnen Experten mit einem Start von i-mode schon zu Beginn nächsten Jahres.

Mobiles Internet für 25 Euro mehr

In Japan haben bereits rund 45 Millionen Handykunden ein Internet-taugliches Mobilfunkgerät. Davon sind fast 28 Millionen User i-mode-Kunden. Das entspricht einem Marktanteil von 62 Prozent.

Am häufigsten wird das i-mode-Handy [42 Prozent] zum Versand von SMS-artigen E-Mails benutzt. Das mobile Internet nehmen 24 Prozent der Kunden in Anspruch. Der Kunde zahlt für diese Zusatzservices eine monatliche Grundgebühr von lediglich 38 ATS.

Rechnet man aber die Kosten für die Datenübertragung von 30 Groschen je KB und Gebühren für kostenpflichtige Inhalte hinzu, gibt der japanische Handytelefonierer fürs mobile Internet im Durchschnitt zusätzlich zur bestehenden Telefonrechnung monatlich 355 ATS [25,8 Euro] aus.

Konkurrenz zu UMTS

Während in Japan das mobile Internet bereits boomt, hoffen die europäischen Mobilfunkanbieter auf einen Durchbruch von UMTS, das die Datenübertragung stark beschleunigen soll.

Ernst Bonek von der Technischen Universität Wien rechnet angesichts der Konkurrenz von i-mode mit dem UMTS-Start bereits 2003.

Grundsätzlich warnt der Telekom-Experte Albrecht Wagner davor, bei UMTS wie bei i-mode vor allem auf Unterhaltung zu setzen.