Hutchison sagt Börsengang in Italien ab

UMTS
11.02.2006

Bereits zum zweiten Mal verschoben

Zum zweiten Mal binnen vier Monaten ist der Börsengang der Mobilfunkgesellschaft "3 Italia" abgesagt worden. Ursprünglich hätte der Konzern unter der mehrheitlichen Kontrolle der chinesischen Gruppe Hutchison-Whampoa Ende Februar notiert werden sollen.

Die Börsenaufsichtsbehörde Consob hatte zwar in den vergangenen Tagen grünes Licht für die Notierung der Gruppe gegeben - allerdings unter strengen Bedingungen. Die Consob verlangte, dass Kleinanleger beim Aktienerwerb ein 60-seitiges Dokument unterzeichnen, in dem sie die Verantwortung für die Risiken der Operation gänzlich übernehmen. Vermutlich wurde an der künftigen Rentabilität des Mobilfunkbetreibers gezweifelt.

Unterschiedliche Bewertung

Zudem waren starke Meinungsverschiedenheiten über den Wert des Unternehmens aufgetreten. Experten sprachen von 6,5 Milliarden Euro - das sind deutlich weniger als die 13 Mrd. Euro, mit denen Konzernchef Li Ka Shing rechnet. Lehman hatte den Konzern mit acht Milliarden Euro bewertet

Ursprünglich wollte "3 Italia" rund 25 Prozent seiner Aktien an die Börse bringen. Dies hätte dem Konzern zwischen zwei und 2,5 Mrd. Euro eingebracht.

Der Betreiber, der als erster in Italien in den UMTS-Markt eingestiegen ist, zählt rund fünf Millionen Kunden. "3 Italia" wäre der erste reine UMTS-Anbieter, der an die Börse gegangen wäre.

(futurezone | dpa)