Hutchison drängt in Italien an die Börse

9. februar
13.01.2006

Die chinesische Hutchison bringt ihre erste Mobilfunktochter - 3 Italia - an die Börse und könnte damit rund zwei Mrd. Euro kassieren.

Der chinesische Mischkonzern Hutchison Whampoa, der mit einer Tochter auch in Österreich tätig ist, will Mitte Februar seine italienische Tochter 3 Italia an die Börse bringen.

Der UMTS-Betreiber hatte bereits im vergangenen Herbst bei der Mailänder Börse und der Finanzaufsicht CONSOB die Erlaubnis für einen Börsengang der italienischen Mobilfunk-Tochter beantragt. Insgesamt will das Unternehmen 20 bis 25 Prozent der Aktien platzieren.

Durch den Börsengang könnte der Konzern bis zu zwei Mrd. Euro kassieren, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Il Giornale" am Freitag. Laut der Zeitung soll der Börsenstart am 9. Februar erfolgen.

Mit dem geplanten Gang auf das Mailänder Parkett platziert Hutchison seine erste Mobilfunktochter. Nach den Berechnungen der Analysten ist "3 Italia" insgesamt 10,5 Mrd. Euro wert.

Gute Geschäfte nach schwerem Start

Mit fast vier Millionen Kunden ist 3 Italia in Italien der viertstärkste Mobilfunk-Anbieter. Durch den Börsengang will Hutchison Whampoa auch einen Teil seiner Investitionen in die kostspielige UMTS-Technologie wieder hereinbringen.

Insgesamt 20 Mrd. Euro haben die Hongkonger in die neue Technologie investiert, die eine schnellere mobile Datenübertragung und neue Dienste wie Videotelefonie mit dem Handy ermöglicht.

Im März 2003 war der Konzern der erste UMTS-Anbieter in Europa. Allerdings verfehlte das Unternehmen in dem Jahr vor allem wegen technischer Probleme seine Kundenziele. Inzwischen liegt der durchschnittliche Umsatz pro Anwender bei 47 Euro monatlich. Italiens größter Mobilfunkkonzern TIM kommt bei dieser Kennzahl auf 29 Euro.

(Futurezone/APA)