17.10.2001

TREND

Bildquelle: ap

Roboter werden Sozialarbeiter

Auf der diesjährigen Spielzeugmesse in Tokio stehen wieder einmal Roboter im Mittelpunkt, nur hat sich der Trend von den technoiden Modellen wie Sonys "Aibo" in Richtung von Maschinen verschoben, die in erster Linie emotionale oder sogar soziale Funktionen haben sollen.

Die Highlights der Messe können sich nicht einmal mehr selbstständig bewegen, wichtiger als aufwendige Bewegungsabläufe ist die Fähigkeit zur Interaktion mit der angepeilten Zielgruppe.

Die potenziellen Kunden der "Sozial-Bots" hat stellvertretend für die Branche ein Tomy-Sprecher folgendermaßen definiert: "Allein Stehende, einsame Büroangestellte und junge Frauen, Eltern, deren Kinder aus dem Haus sind, und alte Ehepaare, die ihrem Partner nichts mehr zu sagen haben."

Mensch-Maschinen-Interface

Highlights der Messe sind der Konversations-Bot "Memoni" von Tomy und die Katze "NeCoRo" von Omron.

"NeCoRo" ist wie "Aibo" eigentlich ein Nebenprodukt der firmeneigenen Forschung. Omron wollte mit dem Prototyp "Tama" neue Techniken von Mensch-Maschinen-Interfaces testen: Der Catbot reagiert - außer auf seinen Namen - nicht auf bestimmte Befehle, sondern auf die Lautstärke und Stimmungslage seines Besitzers.

"NeCoRo", der jetzt in limierter Stückzahl in die Geschäfte kommt, ist eine abgespeckte Version des Prototyps.

Fell-Design

Neben den üblichen "Mimik"- und Sound-Effekten [48 verschiedene] soll "NeCoRo" vor allem durch das aufwendige Design seines Fells und dessen Bewegungen als Gesellschaft für einsame Menschen dienen.

Das Fell sträubt oder entspannt sich je nach "Stimmungslage" des Roboters oder als Reaktion auf Streicheleinheiten.

Konversationsmaschine

Tomy geht mit seinem "Memoni" noch einen Schritt weiter: Der Bot erinnert äußerlich eher an einen Wecker als an ein Tier und kommuniziert seine Stimmung über "Gesichter" auf einem Display.