E-Mail als Gewinner der Anthrax-Panik
Die panikartigen Reaktionen auf die Anthrax-Fälle [Milzbrand] in den USA könnten US-Stimmen zufolge eine echte Umwälzung von Postströmen bewirken.
Demnach soll die Angst vor verseuchter Post eine massenhafte und nachhaltige Abwanderung von Geschäfts- und Werbesendungen ins Internet zur Folge haben:
E-Mails können zwar den Rechnern durch Viren schaden, aber bisher und auf absehbare Zeit nicht den Nutzern.
Milzbrand-Panik breitet sich ausPoststopp in Verlagen
Stellvertretend für viele Pressestimmen beschrieb am Wochenende ein "Newsweek"-Redakteur in MSNBC die klamme Stimmung, die in US-Firmen bei der Aussicht auf den täglichen Poststapel herrscht, und die Erleichterung, als die Verlagsleitung die Poststelle schlicht auf unbestimmte Zeit schloss.
Anschließend sang der Redakteur ein Loblied auf E-Mails, die es - anders als noch vor zehn Jahren - durchaus auch gestatten, auf die meisten Briefsendungen zu verzichten.
Dabei wertete er die aktuelle Anthrax-Hysterie als Katalysator einer Entwicklung, die sich derzeit sowie schon vollziehen würde.
Anthrax bei Microsoft nachgewiesenEinfluss auf Papierverbrauch
Demnach könnten die Milzbrand-Fälle wenigsten für papierlose Briefkästen sorgen, während die Realisierung der Vison vom papierlosen Büro weiter auf sich warten lässt.
Der Papierverbrauch muss allerdings auch durch den verstärkten Einsatz von E-Mails nicht unbedingt sinken, da viele Informationen dann einfach dezentral am PC-Drucker ausgedruckt werden - ein Phänomen, das bisher das "papierlose Büro" verhindert hat.
Trend gegen papierloses Büro hält anWeitere Kollateralschäden
Die Speedmetal-Band "Anthrax" ist unterdessen ebenfalls von der Milzbrand-Panik überrumpelt worden.
Auf ihrer Site erklären die Musiker, dass sie in den 20 Jahren ihres Bestehens niemals daran gedacht hätten, dass ihr Name wörtlich genommen werden könnte.
Jetzt denkt die Band über eine Umbenennung nach, wobei garantiert harmlose Namen wie "Basket Full Of Puppies" favorisiert werden.
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