Matsushita mit Rekordgewinn

aufWÄRTS
03.02.2006

Der weltgrößte Unterhaltungselektronik-Riese Matsushita weist den höchsten Quartalsgewinn seit 14 Jahren auf. Vor allem die Nachfrage nach Plasma-TVs und Digicams ist gewaltig.

Der weltgrößte Unterhaltungselektronik-Konzern Matsushita [Panasonic] hat dank einer kräftigen Nachfrage nach Chips, Digital-Kameras und Plasma-Fernsehern seinen höchsten Quartalsgewinn seit 14 Jahren verbucht.

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr schraubte das japanische Unternehmen nach oben. Gleichzeitig kündigte der Elektronikriese an, seinen Minderheitsanteil an den Universal Studios an den französischen Medienkonzern Vivendi Universal zu verkaufen. Vivendi bezifferte die Kaufsumme für den 7,66-Prozent-Anteil mit 1,15 Milliarden Dollar.

Im dritten Geschäftsquartal per 31. Dezember sei der operative Gewinn von 617 auf rund 904 Millionen Euro geklettert, teilte der Hersteller von Geräten der Marke Panasonic mit. Gleichzeitig verzeichnete Matsushita einen Rekordumsatz von 16,76 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Plus von vier Prozent zur Vergleichsperiode.

Matsushita gewinnt bei Plasma-TVs

"Matsushita ist vor allem Gewinner auf dem Markt der Plasma-Bildschirme", sagte Analyst Masahiko Ishino von Mitsubishi UFJ Securities. "Bei strukturellen Reformen hat das Unternehmen Fortschritte gemacht." Matsushita gilt als einer der stärksten japanischen Elektronikkonzerne und hat im vergangenen Geschäftsjahr ein Restrukturierungsprogramm weitgehend abgeschlossen. Die Konkurrenten Sanyo Electric und Pioneer stecken hingegen noch in tiefroten Zahlen.

Größtes Plasmaschirm-Werk der Welt

Für das Geschäftsjahr 2005/06 hob Matsushita seine Prognose für den operativen Gewinn auf 2,8 Mrd. Euro an.

Der Elektronikkonzern will im kommenden Geschäftsjahr weltweit vier Millionen Fernsehgeräte mit Plasmabildschirm verkaufen und damit sein Absatzziel fast verdoppeln. Für das laufende Geschäftsjahr lag das Verkaufsziel bei 2,1 Millionen Geräten. Derzeit hat Matsushita bei Plasmabildschirmen einen Marktanteil von mehr als 30 Prozent.

Im vergangenen Monat kündigte der Elektronikgigant an, für 1,26 Milliarden Euro das größte Plasmabildschirm-Werk der Welt zu bauen.