Ackermann will nicht aufgeben

dementi
29.01.2006

Keine Verfahrenseinstellung durch Geldbuße

Die Deutsche Bank hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach ihr Vorstandssprecher Josef Ackermann öffentlich eine Einstellung des Mannesmann-Verfahrens gegen Geldbuße in Erwägung zog.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte vorab berichtet, Ackermann sei offenbar an einer Einstellung des Mannesmann-Verfahrens gegen Zahlung einer Geldbuße interessiert. "Früher kam das für mich überhaupt nicht in Frage. Heute denke ich anders darüber", zitierte das Magazin Ackermann.

Vor gut zwei Wochen hatte bereits die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach sie erwäge, das Verfahren gegen Ackermann und weitere Angeklagte im Mannesmann-Verfahren gegen Geldbußen einzustellen.

Freisprüche aufgehoben

Der deutsche Bundesgerichtshof hatte im Dezember die Freisprüche in dem Untreue-Prozess für Ackermann, den früheren Mannesmann-Aufsichtsratschef Joachim Funk und Ex-Vorstandschef Klaus Esser sowie drei weitere Angeklagte wegen Rechtsfehlern im Dezember aufgehoben und das Verfahren an das Landgericht Düsseldorf zurückverwiesen. Der Aufsichtsrat von Mannesmann hatte nach der Übernahme durch den britischen Telekom-Riesen Vodafone im Jahr 2000 Millionenprämien für Esser, Funk und andere Manager beschlossen.