Morgen startet UMTS in Japan
Der japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo wird morgen als weltweit erster Anbieter den neuen Mobilfunkstandard UMTS auf den Markt bringen. "Wir sind mehr als bereit", sagte DoCoMo-Präsident Keiji Tachikawa in Tokio.
Insgesamt sollen zunächst drei verschiedene auf der neuen Technologie basierende Handy-Modelle auf den japanischen Markt kommen. Damit wird DoCoMo nach Einschätzung von Experten gegenüber seinen Konkurrenten einen Vorsprung von mindestens sechs Monaten haben.
Drei UMTS-taugliche Handymodelle
Nach Angaben des Unternehmens wird ein Handy-Modell mit einem
Internetzugang nach "i-Mode"-Standard ausgestattet sein, ein Modell
wird außerdem über eine ausklappbare Kamera verfügen, und der dritte
Typ wird einen Anschluss für Datenkarten haben. Die einzelnen
Mobiltelefone sollen zwischen 30.000 und 60.000 Yen [273 Euro und
547 Euro] kosten.
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Ursprünglich wollte das Unternehmen sein UMTS-Netz bereits Ende Mai dieses Jahres starten. Unter anderem auf Grund unzureichender Stabilität der Mobilfunknetze sowie Probleme bei der Gesprächsvermittlung waren diese Pläne jedoch auf Oktober verschoben worden.
Die Weltpremiere sowie die weitere Entwicklung der neuen Mobilfunkgeneration wird Experten zufolge insbesondere von den europäischen Konkurrenzanbietern beobachtet werden, die für den Erwerb von UMTS-Lizenzen bisher insgesamt mehr als 100 Mrd. Dollar ausgegeben haben.
Europa-Start von UMTS erst 2003
UMTS erlaubt eine multimediale Nutzung von Mobiltelefonen und
wird in Europa voraussichtlich erst im Jahr 2003 starten. Nach
Einschätzung von Experten müssen in Europa noch zwischen 50 und 100
Mrd. Euro in die Technik von UMTS investiert werden.
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