25.09.2001

STREET & FIGHT

Bildquelle: FuZo

High-Tech gegen Demonstranten

Mikrowellen statt Kugeln, Stinkbomben statt Gewehren: Neue Technologien könnten Armee und Polizei bei Demonstrationen, in Krisengebieten oder gar gegen Terroristen helfen, ohne dass die Polizisten oder Soldaten gleich scharf schießen müssen.

Einen Überblick über neuartige, nicht tödliche Waffen bietet seit Dienstag der erste europäische Kongress über so genannte nicht letale Wirkmittel des Pfinztaler Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie [ICT] in Ettlingen bei Karlsruhe.

Neuartige Konflikte ohne tödliche Waffen

Für Militär und Polizei gebe es viele Situationen, bei denen sie keine scharfen Waffen einsetzen wollten.

Bisher gab es nur Wasserwerfer, Tränengas und Pfefferspray, wobei Letzteres zwar von der deutschen Polizei, nicht aber von deutschen Bundeswehrsoldaten bei friedensstiftenden Einsätzen im Ausland eingesetzt werden darf.

Neuartige Konflikte ohne tödliche Waffen in den Griff zu bekommen müsse das Ziel nicht letaler Wirkmittel sein.

"Luftmatratzen" gegen Panzer

Mit Scheinwerfern könnte die Polizei Angreifer blenden. "Nicht letale Wirkmittel sollen helfen, Konflikte zu beruhigen und eine Eskalation zu vermeiden", sagte Ziegahn.

Das ICT, das meist im Auftrag der deutschen Bundeswehr forscht, arbeite derzeit an einem Gerät, das Schallschwingungen erzeugt, die bei Angreifern extreme Übelkeit auslösen, berichtete Thiel.

Zudem werde die Airbag-Technologie genutzt, um "Luftmatratzen" zu entwickeln, die sogar Panzer umstoßen könnten.