11.09.2001

FUZO-AKTION

Bildquelle: ORF ON

Die Überlebenden des Dot.com-Sterbens

Von den fünf Spitzenunternehmen des deutschen Multimedia- und Webdesign-Rankings 2000 sind mit dem damaligen Spitzenreiter Kabel New Media zwei weitere [marchFIRST, I-D Media AG] im Jahr 2001 in die Insolvenz geschlittert.

Gar so arg ist es für die Sparte Webdesign in Österreich nicht gekommen, aber die Krise wirkte sich auch hier zu Lande aus.

Pixelwings, eines der bekanntesten österreichischen Unternehmen aus diesem Sektor hat seinen Expansionskurs radikal korrigiert. Seit Juni 2001 ist Christoph Wize aus Berlin zurück und nicht mehr Aufsichtsrat, sondern wieder CEO der Pixelwings AG.

Unvorsicht steckt an

Man habe sich durch "eine gewisse, in der Branche herrschende Unvorsicht" anstecken lassen, sagt Wize dazu zur FutureZone, doch gerade rechtzeitig auf die Krise reagiert. Die Strategie wurde umgestellt.

Statt "Webdesignerstunden abzurechnen", biete man heute, so Wize, höherwertige Dienstleistungspakete an, wodurch der Umsatz von rund 40 Millionen ATS [2000] heuer knapp wieder erreicht werden soll.

Die Restrukturierung solle weiters dafür sorgen, dass Pixelwings das sechste Jahr in Serie positiv bilanziert. "Eine ganz kleine schwarze Zahl" werde am Jahresende in den Büchern stehen.

Wie es weitergeht

Heute sagen die Yumyum-Eigentümer: "Zum Glück". Man wachse weiterhin langsam, step by step - das sei das ganze Geheimnis, warum man überlebt habe.

Wie die anderen Design-Factories über die Runden kamen, erfahren Sie im nächsten Teil der FuZo-Serie.

Wir danken schon einmal für die erstaunlich vielen Zuschriften, die wir in Auszügen im Lauf der Serie veröffentlichen werden. Falls Sie als Eigentümer oder in leitender Funktion in einem IT-Unternehmen tätig sind: Formulieren Sie Ihre Erfahrungen während der Krise möglichst knapp und präzis für tante.jutta@orf.at