10.09.2001

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Bildquelle: texas

Ein Texaner und "der Regulierungskram"

Der US-Medienkonzern Liberty Media wird vom Kauf der Kabelnetze der Deutschen Telekom zurücktreten, wenn sich seine Vorstellungen in Deutschland nicht durchsetzen lassen. Das bestätigte Konzernchef John Malone am Wochenende in mehreren Interviews.

"Wenn wir uns nicht kreativ entwickeln können, dann verzichten wir auf das Spiel", sagte Malone beispielsweise dem Nachrichtenmagazin "Focus".

"Der ganze Regulierungskram"

Die Forderung, sich auf die Übermittlung von Programmen zu beschränken, wies Malone zurück. Das ergebe "keinen Sinn".

Liberty könne nicht "so viel Geld ausgeben und dann unsere Kabel anderen Sendern lediglich als Transportmedium zur Verfügung stellen". Sollte das jemand verlangen, könnte Liberty in Deutschland nicht investieren.

Dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sagte Malone, er wolle sein Programm voraussichtlich "in einem Jahr, wenn die Leute aus dem Urlaub zurückkommen", starten.

Er rechne damit, "dass wir etwa fünf bis sechs Monate brauchen, um den ganzen Regulierungskram zu erledigen und den Kauf juristisch abzuwickeln".