07.09.2001

STRATEGIE

Rambus will Zeit gewinnen

Rambus will den Patentprozess gegen Micron um mehr als ein Jahr bis Ende 2002 oder Anfang 2003 verschieben. Wie ein Micron-Sprecher bestätigte, hat Rambus beim zuständigen US-Bezirksgericht in Wilmington/Delaware einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die Verhandlung ist derzeit für den 29. Oktober angesetzt. Es wird erwartet, dass der zuständige Richter Roderick McKelvie Mitte Oktober über den Aufschub entscheidet.

Rambus will damit Zeit gewinnen, da bis zu diesem Zeitpunkt die Berufungsverhandlung im verlorenen Patentstreit gegen Infineon abgeschlossen sein dürfte.

Rückwirkende Patente

Auch beim Micron-Prozess geht es um die umstrittenen SDRAM-Patente. Micron wirft Rambus vor, sich auf ungültige Patente zu berufen.

Die Firma habe es versäumt, JEDEC von den eingereichten Patenten zu berichten. JEDEC habe die Technologien von SDRAM- und DDR-DRAM-Speichern längst zu öffentlichen Standards erklärt. Rambus verlange demgemäß rückwirkend Lizenzgebühren.