25.08.2001

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Ericsson und Sony vereinen Handy-Sparten

Ericsson und Sony stehen nach Angaben von mit der Situation vertrauten Kreisen kurz vor der angekündigten Zusammenlegung ihrer Mobiltelefongeschäfte.

Eine Vereinbarung zur Bildung eines entsprechenden Gemeinschaftsunternehmens könnte schon am kommenden Montag geschlossen werden, verlautete am Freitag aus Kreisen weiter.

"Gespräche auf gutem Weg"

"Das Geschäft ist praktisch schon abgeschlossen. Allerdings müssen noch einige kleinere rechtliche Punkte geklärt werden", hieß es weiter.

Sowohl Ericsson als auch Sony wollten sich nicht dazu äußern, wann eine Vereinbarung unterschrieben werden soll.

"Unsere Gespräche sind auf gutem Weg. Aber bevor wir unterschreiben, nehmen wir uns die notwendige Zeit für Verhandlungen", sagte Roland Klein, Chef der Kommunikationsabteilung bei Ericsson.

Seit April geplant

Bereits Ende April hatten beide Unternehmen die Zusammenlegung ihrer Verlust bringenden Handy-Sparten angekündigt. An dem geplanten Joint Venture sollten beide Partner früheren Angaben zufolge jeweils die Hälfte der Anteile halten.

Verluste im Handygeschäft ausgleichen

Die Kooperation soll unter anderem die Entwicklung, Produktion und die Vermarktung von Mobiltelefonen umfassen. Beide Unternehmen wollen mehrere hundert Milliarden Yen investieren.

In Tokio hieß es, dass Sony mit der Allianz hoffe, im Kampf um den Mobilfunkmarkt mit seinen japanischen Rivalen wie NEC und Matsushita Electric zulegen zu können.

Ericsson wird versuchen, durch die strategische Allianz mit einem der führenden asiatischen Elektronikunternehmen die Verluste im Handygeschäft auszugleichen. Zudem biete die Allianz Kostenvorteile bei der teuren Entwicklung von Handys der nächsten Generation zu einer Zeit, da das Wachstum auf dem weltweiten Mobilfunkmarkt inzwischen deutlich langsamer verlaufe.