23.08.2001

FUNKT

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Digitalradio-Offensive auf der IFA

Die an diesem Wochenende beginnende Internationale Funkausstellung in Berlin soll nach dem Willen der Unterhaltungsindustrie unter anderem den Durchbruch für das

- bislang weitgehend ins Leere sendende - Digital Radio bringen.

Mehrere Radio- und HiFi-Hersteller wollen auf der Ausstellung neue Digitalgeräte vorstellen, die preiswerter als bisherige Angebote sind. Doch scheinen Zweifel angebracht, ob Radiohörer in großer Zahl zugreifen werden:

Teufelskreis

Technisch sind die digitalen Geräte dem herkömmlichen analogen Radio ohne Zweifel weit überlegen: Der Klang reicht an CD-Qualität heran, Empfangsstörungen gibt es kaum. Zudem kann im Prinzip alles empfangen werden, was sich in digitale Signale verwandeln lässt, also auch Datendienste.

Bei den Hörern stößt das bisherige Digital-Angebot allerdings kaum auf Resonanz. Einen der wichtigsten Gründe für diese Zurückhaltung sehen Experten darin, dass die Industrie noch keine preisgünstigen Empfänger angeboten habe, weder für das Wohnzimmer noch für das Auto.

Die Industrie wiederum verweist auf fehlendes Hörer-Interesse, was keine großen Stückzahlen und damit keine preisgünstige Produktion zulasse.

Um doch noch den Durchbruch zu schaffen, organisieren einige Industrieunternehmen und DAB-Anbieter seit Mai eine Marketing-Offensive. Auch auf der Funkausstellung soll kräftig die Werbetrommel gerührt werden. Aus Ankündigungen, wonach die Industrie bis Jahresende Geräte zum Preis von maximal 150 Euro anbieten will, wird aber wohl nichts werden.