18.08.2001

KAHLSCHLAG

Bildquelle: fuzo

Das Ende der New Economy-Magazine

Das US-Fachmagazin The Industry Standard stellt seine Publikation ein. Standard Media International wird das IT-Wochenmagazin, das in Europa vor allem durch seine Webseite TheStandard.com bekannt ist, nicht weiter produzieren.

Von 300 auf 90 Seiten abgemagert

"Business 2.0" verfolgte seit dem Frühjahr 1998 das Geschehen der Internet-Wirtschaft. Für das Scheitern macht das Unternehmen den weltweiten Rückgang bei den Werbeeinschaltungen verantwortlich. Während The Industry Strandard am Höhenpunkt der Internetwirtschaft über 300 Seiten stark war, erreichten die letzten Ausgaben des Magazins kaum mehr 90 Seiten.

Standard Media hatte in den vergangenen Jahren aggressiv sein Online-Angebot und seine Konferenzveranstaltungen ausgebaut.

Allerdings konnte sich das Unternehmen nicht von seinem Mehrheitseigentümer, der International Data Group [IDG] lösen und versäumte den günstigen Zeitpunkt für einen Börsengang.

Relaunch von Business 2.0

Trotz der Dot.com-Krise und des eingebrochenen Werbemarktes sieht AOL-Time Warner nach wie vor ein Potential im Marktsegment der New Economy-Magazine. Dieser Tage hat AOL-Time Warner den Relaunch des New Economy-Magazins "Business 2.0" präsentiert.

Die Monatszeitschrift war im Juni der Konkurrenz um 68 Millionen Dollar abgekauft und mit der Eigenpublikation "eCompany Now" fusioniert worden.

Die jetzt vorgestellte September-Ausgabe von "Business 2.0" hat eine Auflage von 550.000 Exemplaren und bekennt sich am Cover unter dem Titel "The Revolution Lives" demonstrativ zur "New Economy".

Das Ende von "Net-Business"

Als eine der ersten New Economy-Publikationen in unseren Breiten war die deutschsprachige Ausgabe von "Business 2.0" vom Ende der Dot.com-Euphorie und dem rückläufigen Anzeigengeschäft betroffen gewesen. Die Zeitschrift wurde schon vor Monaten eingestellt.