Staat würde noch einmal kassieren
In Deutschland agierende Telekoms brauchen sich keine Hoffnungen zu machen, bei einer Rückgabe ihrer milliardenteuren UMTS-Lizenzen Gelder zurückzuerhalten.
"Bei einer Rückgabe hat der Lizenznehmer einen Teil seiner Verpflichtungen nicht erfüllt", sagte der Chef der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Matthias Kurth, heute: "Eine Rückgewähr des Gebotes ist nicht vorgesehen."
Zum Ende der UMTS-Auktion am 17. August vergangenen Jahres waren fast 50 Milliarden Euro für die sechs neuen Mobilfunklizenzen zusammengekommen. Jeder der sechs erfolgreichen Bieter zahlte damit rund acht Milliarden Euro. Ausgerechnet der UMTS-Beauftragte von T-Mobil [Deutsche Telekom], Edwin Fischer, überraschte allerdings vor einem Monat mit der Erkenntnis, dass
UMTS "nichts bahnbrechend Neues" ist.Aus zwei wird eine
In den vergangenen Monaten hatte es in der Branche auch immer wieder Spekulationen über Zusammenschlüsse von zwei Lizenzinhabern gegeben.
Sollten zwei Lizenzinhaber fusionieren, sei die in den Lizenzbedingungen geforderte wettbewerbliche Unabhängigkeit nicht mehr gegeben, sagte Kurth. "Dann muss eine Lizenz zurückgegeben werden."
Kurth ging davon aus, dass die Regulierungsbehörde frei werdende Lizenzen dann erneut verkaufen werde: "UMTS-Lizenzen sind ein knappes und kostbares Gut", sagte der Chefregulierer. "Das kann man wieder vertreiben."
