UMTS "nichts bahnbrechend Neues"
Während die gesamte Mobilfunkbranche seit geraumer Zeit fieberhaft auf der Suche nach der mobilen "Killer-Anwendung" ist, welche die exorbitanten Anlaufkosten für die UMTS-Netze wieder einspielen könnte, übt sich der UMTS-Beauftragte von T-Mobil [Deutsche Telekom], Edwin Fischer, in Gelassenheit:
Mit UMTS komme "nichts bahnbrechend Neues", sagte er am Wochenende. "Es werden in erster Linie Weiterentwicklungen der bis dahin bereits im GSM- und GPRS-Netz verfügbaren Dienste mit mehr Leistung und Komfort sein."
Wie bei den Diensten der jetzigen Übertragungstechniken gehe es darum, erst einmal den Massengeschmack zu treffen. Dazu zählten Nachrichten, Aktienkurse und Sportarten wie Fußball und Tennis. Auch Fun-Applikationen und Spiele gehörten dazu. "Klingeltöne und Logos fürs Handy werden selbst bei Geschäftskunden groß nachgefragt. Es gibt einen Trend zu spielerischen Sachen." In Deutschland gibt es sogar eine
amtliche Suche nach mobiler Killer-AnwendungErstklassig kostet
Für die UMTS-Service-Angebote von T-Mobil sollen die Nutzer zudem bezahlen: "Der Kunde wird für einen Teil der Inhalte zahlen müssen, diese Tendenz erleben wir ja heute schon im Internet", sagte Fischer.
Ein Teil des Angebots werde nach dem Prinzip "erst ausprobieren, dann für weitere Nutzung zahlen" zunächst kostenlos sein. Als Folge der schrittweisen Gebühreneinführung rechnet Fischer mit steigenden Ansprüchen der Kunden: "Der entscheidende Punkt ist dann natürlich, dass die Inhalte auch erstklassig und aktuell sein müssen."
