Internet-Kriminalität stark gestiegen
Die Internet-Kriminalität hat sich in Japan nach Polizeiangaben im ersten Halbjahr 2001 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt.
Vor allem die übers Internet arrangierte illegale Prostitution und Überweisungsbetrug hätten zugenommen und die Zahl der Internet-Straftaten um knapp 60 Prozent auf 319 steigen lassen, teilte die Polizeibehörde am Donnerstag mit.
Bisher seien 46 Fälle registriert worden, bei denen eine Verabredung zum Sex mit Minderjährigen online vereinbart wurde, im gleichen Zeitraum des Vorjahres sei nur ein solcher Fall bekannt geworden.
Einheitliches Training für CybercopsJuristisch schwer zu fassen
Betrug bei Online-Überweisungen sei 53 Mal erfasst worden und habe sich damit mehr als verdoppelt, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo die Polizeibehörde.
Überwiegend seien dabei Internet-Auktionen betroffen gewesen. 55 Mal habe es Fälle von Kinderpornografie gegeben. Nur in insgesamt 17 Fällen seien jedoch Ermittlungen eingeleitet worden, da High-Tech-Kriminalität juristisch schwer zu fassen sei, meldete Kyodo.
Unautorisierter PC-Zugang per Gesetz verboten
Die Polizei registrierte zudem 959 Versuche, sich zum Beispiel
durch Benutzung eines fremden Passworts Zugang zu Computern oder
Netzwerken zu verschaffen. Seit Februar 2000 ist der unautorisierte
Zugang per Gesetz verboten. Im vergangenen Jahr waren nur rund 106
Verstöße dagegen erfasst worden.
Wie aus Betrug "Online-Kriminalität" wird
