02.08.2001

ORAKEL

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150 Mrd. ATS an UMTS-Investitionen

Österreichs Mobilfunkbetreiber werden in den nächsten Jahren gemeinsam bis zu 150 Milliarden ATS in die neue Mobilfunkgeneration UMTS investieren.

Das ergibt eine Rechnung des Telekom-Experten und Geschäftsführers von Arthur D. Little, Georg Serentschy. Serentschy geht davon aus, dass jeder der sechs Mobilfunkbetreiber, die in Österreich eine UMTS-Lizenz erworben haben, zwischen fünf und 25 Milliarden ATS oder sogar mehr aufwenden wird.

Verdammt

Auf Grund der in Österreich "exzellent positionierten" mobilen Netzbetreiber hätten die Mobilfunkanbieter sehr gute Chancen, den Löwenanteil an Zusatzerträgen aus der neuen UMTS-Wertschöpfungskette selbst an sich zu ziehen.

Was passieren könnte, wenn UMTS selbst ein Misserfolg wird, will sich Serentschy "lieber nicht vorstellen. Falls die UMTS-Business-Pläne kein Erfolg werden sollten, heißt das, dass es Großpleiten im Bereich der Netzbetreiber und der Banken geben wird", meint der Telekom-Fachmann. UMTS sei daher "zum Erfolg verdammt".

Kooperationen wahrscheinlich

"Die große Bandbreite des möglichen Investments ist auf Grund der möglichen - jedoch heute noch nicht einschätzbaren - Kooperations-Szenarien zwischen den Lizenzinhabern noch nicht näher einzugrenzen."

"Wir können aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass in Österreich auf Grund der Unsicherheiten im Markt und auf Grund der erforderlichen gewaltigen Investitionen für einen Vollausbau sich praktisch alle Netzbetreiber in Gesprächen befinden, diese Investitionen und damit den Netzaufbau untereinander zu teilen."

"Letztendlich wird es sicher deutlich weniger physische Netze als Lizenzinhaber oder Netzbetreiber geben", sagte Serentschy.