24.07.2001

ORGANISATION

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Compaq droht Betriebsräten mit Kündigung

Compaq hat im Zusammenhang mit dem angekündigten Abbau von 1.750 Stellen in Europa die Betriebsräte des Unternehmens abgemahnt und ihnen mit Kündigung gedroht.

Das teilte der Vorsitzende des Europäischen Betriebsrates [EBR], Christian Brunkhorst, mit. In einer E-Mail hatte der EBR zuvor die Pläne des Unternehmens kritisiert.

Compaq wiederum hat die Abmahnungen unter anderem damit begründet, in dem Schreiben seien vertrauliche Informationen weitergegeben worden. Das Unternehmen wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

Gegenseitige Vorwürfe

Der Betriebsrat versicherte allerdings, vertrauliche Informationen seien zu keinem Zeitpunkt bekannt gemacht worden: "Dieser Vorwurf ist geradezu lächerlich."

Die Abmahnungen seien vielmehr ein Versuch, die Arbeit des Betriebsrates zu behindern. Der zweite Vorwurf, den Betriebsräten sei es nicht gestattet gewesen, das firmeninterne E-Mailsystem für Mitteilungen an die Belegschaft zu nutzen, sei jedoch korrekt.

In diesem Punkt habe der Betriebsrat gegen die Verträge in einigen Ländern verstoßen, um die Belegschaft schnellstmöglich zu erreichen.