Erst ein Drittel der Arbeit erledigt
In seiner traditionellen Eröffnungsrede zur Macworld Expo hat Apple-Chef Steve Jobs ausführlich zur Entwicklung von Mac OS X Stellung genommen.
Grundtenor ist demnach, dass das Betriebssystem, das seit rund vier Monaten auf dem Markt ist, noch lange nicht sein volles Potenzial entwickelt hat, aber sowohl Apple als auch die externen Softwareentwickler auf dem richtigen Weg sind und gut vorankommen.
Jobs eröffnete mit seiner Rede die diesjährige Macworld Expo in New York.
Seit 1996 haben Apple-Entwickler an OS X gearbeitet, das eine gelungene Komposition aus UNIX-Kern und gestylter Benutzeroberfläche ["Aqua"] darstellt.
Mac OS X ist daDie glorreiche Zehn
"Zwei Drittel" der Arbeit an OS X stehen Apple noch bevor, betonte Jobs. Ein großer Schritt soll das Update mit der Version 10.1 werden, die im September kommen und mit einigen Hauptkritikpunkten aufräumen soll.
Den allerwichtigsten Schwachpunkt kann Apple allerdings nicht allein aus der Welt schaffen: Zum Start im März fehlten weitgehend Programme, die für das neue Betriebssystem geeignet bzw. optimiert sind.
Auch in diesem Punkt ist Jobs allerdings optimistisch. Er erklärte, dass mehr als die Hälfte aller Fremdanbieter von Apple-Software innerhalb des nächsten halben Jahres Updates ihrer Produkte für OS X auf den Markt bringen würden. Schon jetzt gibt es laut Jobs rund 1.000 Anwendungen für OS X.
Besonderes Augenmerk lenkte er auf eine Reihe von zehn "Spitzenanwendungen", die demnächst erscheinen sollen. Darunter sind Spiele ["Warcraft III"], Microsofts Office und auch Adobes "Illustrator".
Ausgerechnet Adobe, das eine besonders lange und intensive Beziehung zu Apple unterhält, hatte seine Teilnahme an der Messe allerdings "aus Kostengründen" abgesagt.
Gegenüber der jetzigen Version verspricht Apple mit Mac OS X 10.1 eine Beschleunigung des Finders und ein schnelleres Starten der einzelnen Applikationen. Das Betriebssystem unterstützt nun wieder Apple Talk, womit sich Mac-OS-X-Systeme auch in Netzwerke mit älteren AppleShare- und Windows NT-Server integrieren lässt. Zusätzlich verfügt das Softwarepaket nun über einen SMB-Client für die Kommunikation mit Windows-Servern. Die Server erscheinen nun direkt im Finder wie alle anderen File-Server. Grafikspezialist Adobe ist auf der Macworld Expo in New York nicht mit einem eigenen Stand vertreten.
Adobe gibt Macworld Expo einen KorbHardware-Updates
Nachdem Apple vor rund zwei Wochen bekannt gegeben hat, die Produktion des Power Mac G4 Cube "auf unbestimmte Zeit" einzustellen, hat Jobs heute allerdings keine grundlegend neue Hardware vorgestellt.
Nach dem Flop mit dem Würfel bleibt Apple offensichtlich zunächst bei bewährten Modellen: Jobs präsentierte neue iMac- und G4-PowerMac-Linien.
Die neuen G4 PowerMacs kommen in einem "Quicksilver" genannten Silber-Look und haben eine neu gestaltete Front. Die Modelle werden von 733-MHz- bzw. 867-MHz-G4-Prozessoren angetrieben, das neue Spitzenmodell kommt mit zwei 800-MHz-Prozessoren.
Apple wirft den Würfel wegKlassisches Design
Die neue iMac-Linie kommt im unveränderten Gehäuse, die Farben hat Apple nach Blumenmuster- und sonstigen Spielereien auf drei [ebenfalls bekannte] reduziert: "Indigo", "Graphite" und "Snow".
Alle Modelle haben eine CD-RW-Laufwerk, die G3-Prozessoren sind mit 500, 600 bzw. 700 MHz getaktet und die Festplatten haben 20, 40 bzw. 60 GB. Der schnellste neuen iMac wird rund 1.725 Euro kosten, die beiden kleineren Modelle 1.270 bzw. 1.640 Euro.
Die neuen iMac- und PowerMac-Spitzenmodelle sollen im August erhältlich sein, die jeweils kleineren Ausführungen ab sofort.
Die neuen iMacs
