YLine dementiert Interesse an lion.cc
Vehement dementiert hat das börsennotierte Wiener Softwareunternehmen YLine das in der Branche kolportierte Interesse an der Libro-Internet-Tochter lion.cc: "Wir sind weder alleine noch in einem Konsortium noch über unsere Tochter Primus Online an lion.cc interessiert. lion.cc ohne Libro ist für uns uninteressant", betonte YLine-Pressesprecher Willi Berner am Donnerstag gegenüber der APA.
Primus Online steht zu 49 Prozent in Besitz der YLine, der Rest wird von der deutschen Metro gehalten.
Ganz oder gar nicht
Die YLine, die als Käufer für Libro unlängst abgeblitzt war, habe
immer betont, dass eine Sanierung von Libro nur dann möglich sei,
wenn "man das Ganze nimmt", so Berner. Es sei "uninteressant, 100
Mio. ATS jetzt in lion.cc zu investieren, wenn man dasselbe am
Montag zum Nulltarif bekomme", bemerkte Berner.
Libro-Saga: YLine-Chef Böhm gibt nicht aufSpekulationen über lion.cc-Konkurs
In der Branche wird gemunkelt, dass lion.cc am Montag Konkurs anmelden werde, da bis dato noch kein Käufer für die Internet-Tochter der im Ausgleich befindlichen Libro gefunden sei.
Andere Branchenkenner gehen hingegen davon aus, dass das Thema lion.cc noch bei der Libro-Gläubigerbeiratssitzung am kommenden Dienstag, 17. Juli, zur Sprache kommen werde und dass sich eine Entscheidung über lion.cc noch bis Freitag nächster Woche hinziehen könnte.
Sollte lion.cc tatsächlich den Konkurs anmelden müssen, würde das eine zusätzliche Bedrohung für den Libro-Ausgleich bedeuten. Über den Libro- Ausgleich soll laut Plan am 21. September in der Ausgleichstagsatzung abgestimmt werden.
Keine Deadline für lion.cc
