Schlechte Aussichten für den Handymarkt
Gleich mehrere internationale Investmenthäuser haben sich skeptisch zu den am 19. Juli anstehenden Ergebnissen des Handy-Weltmarktführers Nokia für das zweite Quartal geäußert.
Die Experten von Morgan Stanley haben gleichzeitig ihre Nokia-Gewinnschätzung erneut gesenkt und erwarten nun für das Gesamtjahr 2002 ein Ergebnis von 0,75 nach zuvor 0,88 Euro je Aktie.
Reduziert wurden von Morgan Stanley auch die Prognosen für den gesamten Mobiltelefonabsatz. Die Analysten rechnen für dieses Jahr nur noch mit 370 nach 380 Millionen Stück verkaufter Handys und mit 440 nach 477 Millionen Stück für das Folgejahr.
Nokia dominiert HandymarktABN und Bank of America
Die Analysten von ABN Amro schätzen den Umsatz Nokias im Zweitquartal auf 7.631 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche.
Der Vorsteuergewinn soll dagegen auf 894 nach 1.424 Millionen Euro und der Pro-forma-Vorsteuergewinn auf 1.159 nach 1.457 Millionen Euro sinken. Die ABN-Amro-Analysten erwarten zudem, dass Nokia seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr senken wird.
Die Bank of America rechnet mit einer Senkung der Prognose für das dritte Quartal und reduzierte ihre Prognose für Handy-Verkäufe auf 375 Millionen Stück im laufenden Jahr.
Nokia sah in der jüngsten Prognose dagegen noch ein leichtes Wachstum gegenüber den 405 Millionen verkauften Stück im Jahr 2000.
