Vorstand droht Ex-Mitarbeitern mit Klage
Der Sanierer und Vorstand des im Ausgleich befindlichen Wiener Telekom-Betreibers MCN, Otto Peter Arbeiter, droht mehr als 100 ehemaligen MCN-Mitarbeitern mit einer Klage, sollten sie ihre Mitarbeiteraktien nicht wie vereinbart zur Gänze bezahlen.
Der noch offene Betrag liegt bei 3,3 Millionen ATS, die zur Erfüllung des Ausgleichs verwendet werden sollen, wie Arbeiter betonte. Die GPA will nun betroffene MCN-Mitarbeiter rechtlich vertreten.
Die Mitarbeiter sind aufgefordert, die "ausbedungene Zahlung" der zweiten Hälfte des Zeichnungsbetrags, die mit 31. Mai 2001 fällig geworden sei, "ohne jeden Verzug zu leisten", heißt es in dem Schreiben des MCN-Sanierers an die Mitarbeiter, die schon vor Monaten gekündigt wurden. "Sollten Sie dieser Aufforderung dennoch nicht nachkommen, so werden wir gegen Sie Rechtshilfe in Anspruch nehmen und Ihnen neben den auf den Stundungsbetrag entfallenden Zinsen auch die Kosten des Einzugsverfahrens anrechnen", so Arbeiter in dem Schreiben.
Rechnungschaos bei Telekom-Firma MCNShareholder
Die ehemaligen MCN-Mitarbeiter, die sich für den Kauf von MCN-Aktien entschieden hatten, sollten laut Vereinbarung ein Drittel der georderten Aktien am 31. Mai 2000 bezahlen, ein weiteres Drittel am 31. Mai 2001. Das letzte Drittel war gratis.
Die Mitarbeiter wollen nun die zweite Hälfte des Zeichnungsbetrags nicht zahlen, da ihnen "falsche Tatsachen vorgespiegelt" und "sie nicht ausreichend über den MCN-Geschäftsverlauf und mögliche Risiken" informiert worden seien, wie ein ehemaliger MCN-Mitarbeiter gegenüber der APA betonte.
