Rechnungschaos bei Telekom-Firma MCN
Zu einem "Rechnungschaos" ist es bei der im Ausgleich befindlichen Telekom-Firma MCN Millennium Communication Network AG des Millennium-Tower-Bauherrn Georg Stumpf gekommen.
Einige hundert Kunden haben im April Mahnungen für Rechnungen bekommen, die sie bereits beglichen hatten. Am 8. Mai soll indes auf der MCN-Hauptversammlung ein Kapitalschnitt beschlossen werden.
"An ein paar hundert Kunden, die ihre März-Telefonrechnungen bereits bezahlt hatten, deren Zahlung aber bedingt durch den acht- bis zehntägigen Banklauf noch nicht bei der MCN eingelangt waren, sind fälschlicherweise Mahnungen geschickt worden", so MCN-Vorstand Otto Peter Arbeiter.
Diese Mahnungen könnten von den Kunden als gegenstandslos betrachtet werden.
Die MCN, die derzeit monatlich rund neun Millionen ATS fakturiere, habe Außenstände in Höhe von knapp 39 Millionen ATS, die durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen betrage vier Monate, berichtete Arbeiter.
Daher habe die MCN eine Anwaltskanzlei beauftragt, Mahnungen an 15.000 Kunden zu verschicken. Bei 5.000 MCN-Kunden habe man keine Mahnungen verschickt, da der offene Rechnungsbetrag weniger als 150 S betrage und sich der Aufwand einer Mahnung nicht lohne.
