Telekom-Manager glauben Gerüchten
Die europäische Telekommunikationsbranche erwartet einen Zusammenschluss zwischen der Telekom Austria [TA] und der Telecom Italia [TI] "in naher Zukunft".
Eine Umfrage der Unternehmensberatung Mummert + Partner unter 122 deutschsprachigen Fach- und Führungskräften der Telekommunikationsbranche zufolge gelten die beiden Unternehmen als heißeste Anwärter auf einen Zusammenschluss noch im laufenden Quartal.
Derzeit ist die ÖIAG mit einem Anteil von 47,8 Prozent Hauptaktionär der Telekom Austria, die Telecom Italia hält 29,8 Prozent. Die ÖIAG hat angedeutet, nicht vor einer "klaren Sichtbarmachung eines echten Turn-arounds bei der TA" weitere Anteile zu verkaufen. Bei der TA erwartet man eine Trendwende gegen Ende des Jahres. Gerüchte über eine Übernahme der TA durch die TI kursieren bereits seit Monaten in der Branche:
Telecom Italia will Jet2Web-MehrheitKollektive Depression
Die Stimmung in der europäischen Telekom-Branche hat sich in den vergangenen Monaten merklich verschlechtert. Nach einer jüngsten Befragung glaubt nur noch jedes vierte Unternehmen, dass es in den nächsten zwölf Monaten überaus erfolgreich sein wird.
Noch drei Monate zuvor hatte die Branche weitaus optimistischer in die Zukunft geschaut. Damals rechnete fast jeder zweite Anbieter [48,1 Prozent] mit hervorragenden Bilanzen.
Die von Mummert befragten europäischen Manager sehen in Zusammenschlüssen einen langfristigen Erfolgsfaktor: Knapp 65 Prozent sind der Auffassung, der Hauptgrund für eine Fusion oder einen Unternehmenskauf sei die Steigerung der Marktmacht. Zweitwichtigstes Motiv [57 Prozent], bei den "Mergers & Acquisitions" mitzumischen, sei es, die Internationalisierung des Unternehmens voranzutreiben.
