Gewinnprognose für Nokia gesenkt
Die Investmentbank Goldman Sachs hat nach der Gewinnwarnung von Marconi die Gewinnprognosen dreier großer europäischer Handy-Hersteller gesenkt.
Goldman Sachs teilte am Freitag in Frankfurt mit, man erwarte bei Nokia 2001 nur noch einen Gewinn je Aktie von 0,67 [bisher 0,71] Euro und 2002 und 0,79 [0,83] Euro.
Bei Ericsson werde 2001 ein Verlust von 1,74 [1,57] Kronen je Aktie erwartet. Die Gewinnprognose für 2002 sei auf 0,76 Kronen je Aktie von 0,85 Kronen je Aktie gesenkt worden.
Bei Alcatel sei die Gewinnprognose für 2001 auf 0,42 [0,59] Euro je Aktie und für 2002 auf 0,67 [0,85] Euro je Aktie nach unten revidiert worden.
Schwere Krise auf dem HandymarktGewinnwarnungen belasten Börsen
Zahlreiche Gewinnwarnungen und Ankündigungen von Produktionskürzungen durch Technologiefirmen aus aller Welt haben am Freitag die internationalen Börsen erneut unter Druck gesetzt.
Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices [AMD] und der Datenspeicher-Hersteller EMC Corp. hatten am Donnerstag nach US-Börsenschluss Ergebnisse unter den bisherigen Vorhersagen angekündigt.
Zuvor hatten bereits in Europa der Telekom-Ausrüster Marconi und der Technologiekonzern ASM Lithographie ähnliche Prognosen ausgegeben. In Japan gab Hitachi die deutliche Reduzierung seiner Halbleiterproduktion bekannt.
Rekordtief auf dem Neuen Markt
Der Nemax50, das Kursbarometer der wichtigsten Werte des
Frankfurter Neuen Markts, markierte mit 1.207,23 Zählern ein neues
Rekordtief und lag zuletzt 4,3 Prozent im Minus bei 1.221,93
Punkten. Der Dax gab zur Eröffnung am Freitag um gut 1,5 Prozent
nach und tendierte am Vormittag 0,95 Prozent niedriger. Die Börse in
Tokio gab am Freitag in Folge der Gewinnwarnungen mehr als zwei
Prozent nach. Auch andere Handelsplätze in Asien notierten leichter.
Die Anleger seien besorgt über die Gewinnaussichten der
Hochtechnologiefirmen, sagten Händler.
Börse straft Telekom-Ausrüster
