Porsche verschickte Computervirus
Der deutsche Sportwagenhersteller Porsche hat zahlreichen Journalisten auf einer CD-ROM zur Präsentation der überarbeiteten Version des Modells 911 Carrera nach eigenen Angaben unabsichtlich einen Computervirus mitgeschickt.
In der Datei des deutschen Pressetextes auf der CD-ROM sei der Macro-Virus "Melissa A" versteckt, der sich bei Benutzung verschiedener Microsoft-Programme automatisch vermehre, teilte Porsche am Donnerstag in Stuttgart mit.
Der Virus verursache keine Schäden an den betroffenen Rechnern, versende sich aber automatisch an die ersten 50 Adressen des Adressbuches des E-Mail-Programms Microsoft Outlook. Virenschutzprogramme könnten den Virus beseitigen. Porsche bedauere den Fehler sehr, hieß es.
Europas Mailserver warten auf Melissa"Melissa" in 1.000 Pressemappen
Die CD-ROM war Teil einer Pressemappe zur Vorstellung der aktualisierten Version des Porsche 911, die das Stuttgarter Unternehmen in den vergangenen Tagen verschickt hatte. Porsche präsentiert den überarbeiteten 911 derzeit im bayerischen Murnau der Presse.
Ein Firmensprecher sagte, das Unternehmen habe sofort reagiert, als der Fehler bekannt geworden sei.
Viele Journalisten seien per Fax benachrichtigt worden, noch bevor die Pressemappe bei ihnen eingetroffen sei. Bei der Präsentation vor Ort wurden alle CD-ROMs ausgetauscht. Betroffen seien rund 1.000 Pressemappen gewesen.
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