29.06.2001

ABWICKLUNG

Bildquelle: libro

Libro fliegt aus allen Indizes

Im Zuge der Einleitung des gerichtlichen Ausgleichsvefahrens hat Libro weitere 140 Mitarbeiter beim Frühwarnsystem vorsorglich zur Kündigung angemeldet.

Es handle sich dabei um eine reine Vorsorgemaßnahme, betonte das Unternehmen in einer Ad-hoc-Aussendung.

Gehaltszahlungen verzögert

Die rund 3.000 Libro-Mitarbeiter müssen voraussichtlich bis zu zwei Wochen auf Junigehälter und Urlaubsgelder warten, sagte Handelsgewerkschafter Karl Dürtscher von der Gewerkschaft der Privatangestellten [GPA] heute.

Das Unternehmen darf vor Ausgleichseröffnung die offenen Junigehälter nicht mehr auszahlen. Diese werden erst nach entsprechender Frist vom Insolvenzausgleichsfonds [Pleitenfonds] übernommen.

Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die Gehaltszahlungen über ein Kreditinstitut zwischenfinanziert werden. Ab Juli muss dann wieder Libro die Gehälter zahlen.

Aus dem ATX

Für Libro wird heute Mittag beim Landesgericht Wr. Neustadt erwartungsgemäß der gerichtliche Ausgleich angemeldet. Mit der Eröffnung des Verfahrens sei, so der Kreditschutzverband von 1870 [KSV], ebenfalls noch heute zu rechnen.

Die Libro-Aktien werden mit 23. Juli 2001 aus sämtlichen Wiener Börsen-Indizes gestrichen.

Ausgeschlossen werden die Libro-Aktien aus dem ATX, dem Index der wichtigsten österreichischen Aktien, dem marktbreiten ATX 50, dem ATX 50 P und dem Wiener Wachstumsindex ViDX.