"Kein Mobbing gegen Telekom-Vorstand"
Die Transaktion um den Börsegang der Telekom Austria [TA] ist laut ÖIAG-Vorstandssprecher Johannes Ditz "auf internationaler Ebene als gelungen betrachtet" worden.
Wenn es gelinge, auch die Privatisierung der Austria Tabak (AT) erfolgreich abzuschließen, werde es möglich sein, den Zinsendienst für die verbleibenden Verbindlichkeiten der ÖIAG aus den Dividendeneinnahmen zu bedienen.
Von "Mobbing" gegen Telekom-Vorstand Heinz Sundt könne keine Rede sein, führte Ditz weiter aus und schloss mit der Feststellung, er fühle sich vom ÖIAG-Aufsichtsrat voll unterstützt.
Heinz Sundt trotzt Johannes DitzDitz fühlt sich unterstützt
Finanzminister Grasser interpretierte heute seine Verantwortung für die ÖIAG als eine politische, was für ihn bedeute, nicht öffentlich in Personalfragen einzugreifen.
Personalentscheidungen obliegen dem Aufsichtsrat, wobei Grasser einräumte, dass es "optimal" sei, wenn man bereits vor der Abberufung eines Vorstandes einen Nachfolger zur Hand habe, dies sei aber nicht in jedem einzelnen Fall möglich.
Der Grüne Abgeordnete Werner Kogler bezweifelte, dass es bei dem hohen Tempo der Privatisierung möglich sei, maximale Erlöse zu erzielen. Er stellte dem ÖIAG-Vorstandssprecher die Frage, ob er sich noch ausreichend unterstützt fühle und über ausreichenden Handlungsspielraum verfüge, was Ditz bejahte.
