Infineon sieht schwarz
Infineon rechnet eigenen Angaben zufolge wegen der anhaltenden Branchenschwäche für das laufende dritte Geschäftsquartal mit einem Verlust vor Steuern und Zinsen von bis zu 600 Millionen Euro.
Der Umsatz dürfte im Quartal zum 30. Juni 2001 im Vergleich zum Vorquartal um bis zu 30 Prozent sinken, teilte Infineon heute weiter mit. Das Ergebnis werde signifikant von der weiter verschlechterten Situation des Halbleitermarktes beeinträchtigt, hieß es zur Begründung.
Seit der Bekanntgabe der Ergebnisse für das zweite Quartal am 24. April hat sich demnach die Situation in der Halbleiterindustrie verschlechtert. Der Mobilfunkmarkt bleibt zudem "schwer vorhersehbar", betonte Infineon in der Mitteilung, derzeit zeichne sich keine Wiederbelebung der Nachfrage nach Mobiltelefonen ab.
Gewinneinbruch bei InfineonSparprogramm
Auf Grund der sinkenden Nachfrage stünden die Preise unter starkem Druck, erklärte Infineon.
Das Unternehmen hat daher die Investitionen für das laufende Geschäftsjahr auf 2,3 von 2,8 Milliarden Euro reduziert. Für das Geschäftsjahr 2001/2002 [ab 1. Oktober] wird Infineon ursprünglich geplante Investitionen um mehr als eine Milliarde Euro kürzen.
Außerdem wird Infineon neben den bereits gestarteten Kostensenkungsprogrammen keine neuen Stellen schaffen und durch Fluktuation freiwerdende Positionen nicht wieder besetzen.
